Bauhaus-Anleihen bei der Terrassengestaltung

Kubischer Wetterschutz

Markisen in klarer kubischer Formensprache passen zu modernen Architekturkonzepten mit Bauhaus-Anleihen.
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Markisen in klarer kubischer Formensprache passen zu modernen Architekturkonzepten mit Bauhaus-Anleihen.

Die Formensprache, die im Bauhaus schon vor rund 100 Jahren entwickelt wurde, ist auch heute noch angesagt und inspiriert Architekten und Designer.

Sie zeichnet sich durch schlichte Linien aus. Den minimalistischen Stil von Gebäuden unterstreichen große Glasflächen, klare Farben und kubische Formen. Dem Bauhauslehrer Ludwig Mies van der Rohe ging es in seinen Entwürfen darum, die Grenzen zwischen innen und außen aufzuheben. Typisch für seinen Stil waren zum Beispiel Luftbalken oder Glasfronten, die sich öffnen lassen. Formal und funktional finden sich diese Elemente heute in Kassettenmarkisen, Pergolamarkisen oder Glasüberdachungen wieder.

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Entsprechend gestaltete Sonnen- und Wetterschutzelemente eignen sich, um ein Stück der Durchdringung von Außen- und Innenraum auch an Häusern zu verwirklichen, bei denen dies im Grundentwurf nicht vorgesehen war. Ein typisches Beispiel ist eine entsprechend designte Markise. Die Tuchkassette zeigt sich mit komplett geschlossener, homogener Oberfläche und einem quadratischen Querschnitt. Die Kassette passt damit ausgezeichnet an geometrisch klar gegliederte Baukörper und bietet dem Markisentuch zugleich perfekten Wetterschutz – ganz getreu dem Motto „Form Follows Function“.

Optische Fortsetzung

Mit kubischen Formen arbeiten auch Design-Terrassendächer. Dachkonstruktion und Träger mit strikt geometrischem Design übernehmen optisch die Funktion, die in der Architektur Luftbalken haben. Sie nehmen die Formen moderner Gebäudelinien auf und setzen sie in den Außenbereich fort. Dazu besitzen sie einen praktischen Zusatznutzen, da sie als flexibler Sonnen- und Wetterschutz genutzt werden können. Um einen sicheren Wasserablauf sicherzustellen, sind normale Glasdächer geneigt. Bei kubischen Dachkonstruktionen ist die Neigung des Glases in die Konstruktion des Rahmens integriert und daher von außen nicht sichtbar. Nur so ist ein kompromisslos klarer, strikt rechtwinkliger Aufbau von Dach- und Trägerprofilen möglich. (djd)

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