Von Massivbau bis Niedertemperaturheizung

Baulexikon: Begriffe rund um Haus und Garten einfach erklärt

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Massivbau

Beim Massivbau werden überwiegend Beton, Stahlbeton, Naturstein, Mauerziegel oder Kalksandsteine als Baumaterial verwendet. Dabei werden besonders bei gewerblichen Bauten werkseitig vorgefertigte Massivbauteile verwendet. Auch bei Fertighäusern kann nicht auf massive Bauteile verzichtet werden: Der Keller oder, falls auf einen Keller verzichtet wurde, die Bodenplatte sind immer aus massivem Material – meistens Beton – gefertigt.

Maßtoleranz

Da Gebäude von Menschen und nicht von Computern hergestellt werden, sind Maßtoleranzen am Bau nicht zu vermeiden. Diese sind allerdings nur bis zu einem gewissen Maß zulässig. Genaue Auskunft geben die DIN 18201, die DIN 18202 und die DIN 18203, in der die zulässigen Toleranzen für Bauteile aus Beton, Stahl und Holz aufgeführt sind.

Mutterboden

Mutterboden nennt man den besonders nährstoffreichen aber wenig tragfähigen Boden, der aus Humus und anorganischem Boden wie Sand, Ton, Schluff oder Kies besteht. Mutterboden ist dabei die oberste Schicht von etwa vierzig Zentimetern. Dieser wird beim Bau zunächst abgetragen und entweder seitlich gelagert oder abgefahren. Da ohne Mutterboden fast nichts im Garten wächst muss oft zum Anlegen des Grundstücks zusätzlicher Mutterboden angekauft werden.

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Nebenkosten beim Hausbau/-kauf

Nebenkosten entstehen beim Bau oder Kauf eines Hauses oder Grundstücks. Oft sorgen sie für unliebsame Überraschungen, da sie zwischen zehn und zwanzig Prozent der Gesamtkosten ausmachen können. Baunebenkosten fallen beispielsweise für das Architektenhonorar, die Kosten der Statiker und Prüfingenieure, die Gebühren für das Baugenehmigungsverfahren und für amtliche Prüfungen wie die Bauabnahme.

Nebenkosten

Wer zur Miete wohnt muss neben dem monatlichen Mietzins auch Nebenkosten zahlen. Diese beinhalten die umlagefähigen Betriebskosten der Immobilie wie beispielsweise Grundsteuer, Müllgebühren oder Allgemeinstrom. Am Ende des Jahres werden sie tatsächlichen Kosten abgerechnet und die Vorauszahlungen gegen gerechnet.

Nettogrundfläche

Die DIN 277 definiert die Nettogrundfläche eines Gebäudes als die Summe aller nutzbaren Grundflächen, also der Flächen zwischen Wänden, Stützen und Pfeilern sowie freiliegenden Installationen und fest eingebauten Gegenständen wie beispielsweise Heizkörper. Die Nettogrundfläche ist unterteilt in die Nutzfläche (NF), die Funktionsfläche (FF) und die Verkehrsfläche (VF).

Nutzfläche

Ein Teil der Nettogrundfläche eines Gebäudes ist die Nutzfläche. Sie teilt sich auf in die Haupt- und die Nebennutzfläche. Zur Hauptnutzfläche gehören unter anderem Flächen aus dem Bereich Wohnen und Aufenthalt. Sanitär- und Abstellräume, Garagen oder Stellplätze gehören zur Nebennutzfläche.

 

Niedertemperaturheizung

Eine Niedertemperaturheizung ist ein Heizungssystem mit niedrigen Vorlauftemperaturen zwischen 25 und 35 Grad. Niedertemperaturheizsysteme werden meist in Kombination mit Brennwertkesseln oder Wärmepumpen als Heizung verwendet, da sich diese Heizsysteme energetisch für den niedrigen Temperaturbereich besonders eignen und auch bewährt haben. Aber auch alle anderen Heizsysteme sind geeignet. Besonders Flächenheizungen wie Fußboden-, Decken- oder Wandheizungen können bei Niedertemperaturheizsystemen effizient eingesetzt werden. Die Regelung der Heizung ist allerdings träger als bei den anderen Systemen. Diese eventuelle Komforteinbuße wird aber zumeist mit geringerem Verbrauch und niedrigeren Heizkosten belohnt.

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