Von Oberlicht bis Raumklima

Baulexikon: Begriffe rund um Haus und Garten einfach erklärt

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Oberlicht

Ein Oberlicht ist ein Fenster in der Decke eines Raumes, das nicht für die Aussicht sondern für die Belichtung und gegebenenfalls für die Belüftung gedacht ist. Oberlichter kommen bei großen Hallen oder Sälen zum Einsatz, die über eine seitliche Belichtung nicht ausreichend mit Helligkeit versorgt werden können. Aber auch bei innen oder unter der Erdoberfläche liegenden Räumen, die über keine Außenwände verfügen, in die man Fenster einsetzen könnte, finden Oberlichter Verwendung.

Ortgang

Der Ortgang ist der seitliche Abschluss des Daches an der Giebelseite. Daher entstehen bei den meisten Dächern - außer dem Walmdach - Ortgänge, die auf jeden Fall geschlossen werden müssen. Um eine Verbretterung zu vermeiden gibt es Ortgangziegel, die zu einer Seite hin abgewinkelt sind und einen sauberen Abschluss ermöglichen. Je Ziegelreihe muss ein Ortgangziegel rechts und einer links verlegt werden.

Öltank

Öltanks dienen zur Lagerung flüssiger Brennstoffe. Sie werden aus Stahl oder einer Mischung aus Polyesterharz und Glasfasern hergestellt. Verbindet man mehrere dieser Tanks miteinander, spricht man von Tankanlagen oder Batterietanks. Die Tankbehälter müssen einem hohen Sicherheitsstandard entsprechen, können dann aber mit einem Volumen von bis zu 5000 Litern fast überall ohne zusätzliche gemauerte Auffangwanne aufgestellt werden. Allerdings gibt es zu diesem Punkt länderrechtliche Unterschiede. Doppelwandige Behälter können sogar in Wasserschutzgebieten ohne Auffangwanne aufgestellt werden. Sie sind mit einer Füllstandsanzeige und einem Geruchsverschluss ausgestattet und müssen der Feuerwiderstandsklasse F 30 entsprechen.

P

Passivhaus

Passivhäuser oder Nullenergiehäuser verfügen über ein angenehmes Raumklima, das ohne Heizungs- und Klimatisierungssysteme erreicht wird. Daher benötigen Passivhäuser eine besonders gute Wärmedämmung der Außenhülle, der Fenster und der Türen. Da die Solarenergieerzeugung ein wesentlicher Faktor des Passivhausprinzips ist, sollte eine Südausrichtung des Gebäudes mit Verschattungsfreiheit gegeben sein. Passivhäuser sind teurer als Niedrigenergiehäuser, da der technische Aufwand für die Belüftung und die Wärmerückgewinnung über einen Wärmetauscher nicht unerheblich ist.

Parkett

Parkett ist ein Fußbodenbelag aus Holz. Man unterscheidet zwischen Massivparkett und Ein- oder Mehrschichtparkett, bei dem die Nutzschicht auf einem Trägermaterial aufgebracht ist. Massivparkett besteht zumeist aus Holstäben, die zu unterschiedliche Mustern zusammengesetzt werden können. Bei einem Holzboden aus großformatigen Brettern spricht man von einem Dielenboden. Zur schwimmenden Verlegung gibt es Nut- und Feder - oder die einfach zu handhabenden Click-Systeme. Da Holz hygroskopisch ist reguliert ein Parkettboden das Raumklima und ist  außerdem durch seine geschlossene Oberfläche sehr hygienisch.

Pellets

Ein Pellet ist ein kugel- oder zylinderförmiger Körper aus verdichtetem Material. Holzpellets werden aus Massivholzabfällen der Holzindustrie hergestellt und werden in Deutschland als Sack- oder Siloware zum Heizen angeboten. Ihre absolute Trockenheit ist eine wichtige Voraussetzung für umweltschonende Verbrennungsvorgänge und eine optimale Energieausbeute.

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Rohbau

Als Rohbau bezeichnet man ein Bauwerk, dessen äußere Konturen einschließlich der Dachkonstruktion fertig gestellt sind. Den Abschluss der Rohbauarbeiten bildet in der Regel das Aufstellen des Dachstuhls, das im Beisein der Bauherren und der am Bau Beteiligten mit einem Richtfest gefeiert wird. Nach der Abnahme des Rohbaus kann dann der Innenausbau erfolgen.

Reihenhaus

Reihenhäuser sind Häuser gleichen Bautyps oder gleicher Bauausführung, die in einer Reihe errichtet werden. Sie sind besonders für Familien mit kleinem Budget geeignet, da die Grundstücke recht schmal und nicht sehr tief sind, was sich neben der einheitlichen Bauweise meist günstig auf den Preis auswirkt. Man unterscheidet zwischen dem Reihenmittelhaus, das sich zwei Außenwände mit den Nachbarhäusern auf beiden Seiten teilt, und dem Reiheneckhaus, das nur an einer Seite eine gemeinsame Trennwand mit dem Nachbarn hat. Die gemeinsamen Trennwände müssen hinsichtlich Schall- und Brandschutz besondere Auflagen erfüllen.

Raumklima

Das Raumklima in einem Haus wird als ein wesentlicher, objektiv messbarer Bestandteil der Wohnqualität und Behaglichkeit wahrgenommen und ist von verschiedenen Faktoren bestimmt. Dazu gehören die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit, die Oberflächentemperatur der Bauteile, die Luftbewegung, die Luftzusammensetzung und das Licht in einem Raum. Starke Unterschiede zwischen Oberflächen- und Lufttemperatur rufen Luftbewegungen hervor und lassen auch einen gut geheizten Raum unbehaglich erscheinen. Ist die Oberflächentemperatur eines Bauteils hingegen höher, fühlt sich der Mensch auch bereits bei niedrigeren Temperaturen wohl.

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