Von Dränage bis Fundament

Baulexikon: Begriffe rund um Haus und Garten einfach erklärt

D

Dränage

Eine Dränage hält unerwünschtes Wasser von Gebäuden und Erdoberflächen fern. Im Normalfall wird ein Ringleitungssystem in Sicker- oder Filterschichten verlegt, das in perforierten Rohren stehendes Wasser vom Gebäude wegleitet. Die Dränage wird von einem Hochpunkt im Gefälle verlegt. An den Ecken werden Kontrollschächte gesetzt, die ein Spülen der Ringleitung ermöglichen. Das anfallende Wasser wird entweder über die Kanalisation oder spezielle Sickerbrunnen abgeleitet.

 

Dampfsperre

Eine Dampfsperre ist eine Folie, die das Eindringen von Wasserdampf in Materialien verhindert, deren Funktionsfähigkeit bei Durchfeuchtung herabgesetzt wird oder die bei Feuchtigkeit anfällig für Verrottung sind. Sie besteht aus Kunststoff oder Aluminium und wird bei der Innendämmung von Außenwänden oder Dächern auf der dem Raum zugewandten Seite angebracht. So kann die Dampfsperre das Eindringen des im warmen Hausinneren entstehenden Wasserdampfes in die Dämmung unterbinden.

 

Dachüberstand

Der Dachüberstand ist der Teil des Daches, der über den Schnittpunkt zwischen Dach und Außenwand hinausgeht. Er dient bei Holzhäusern oder mit Holz verkleideten Fassaden als konstruktiver Holzschutz, da er ungünstige Witterungseinflüsse wie Schlagregen von der Fassade abhält. Zudem dient er als Sonnenschutz und vermeidet ein zu starkes Aufheizen der Gebäudehülle.

 

E

Eigenleistung

Eigenleistung am Bau wird oft als „Muskelhypothek“ bezeichnet. Dabei werden Bau- und Ausbauleistungen nicht durch Firmen ausgeführt, sondern in Eigenregie erbracht. Dadurch erhält man einen geldwerten Vorteil, der in die Finanzierung übernommen wird und so eine dünne Eigenkapitaldecke aufstocken kann. Daher erfreuen sich gerade Ausbauhäuser als günstige Variante der Fertighausanbieter großer Beliebtheit und bringen Bauherren mit dünner Kapitaldecke ins eigene Heim.

 

Einliegerwohnung

Eine Einliegerwohnung ist eine separate Wohneinheit mit Küche, Bad und eigenen Versorgungsleitungen zumeist in einem Einfamilienhaus. Einliegerwohnungen befinden sicht oftmals im Dachgeschoss oder im Souterrain. Die Erschließung erfolgt entweder über einen separaten Zugang oder über einen gemeinsamen Zugang mit der Hauptwohnung. Die Finanzierung einer Immobilie kann über die Vermietung einer Einliegerwohnung durch Steuerersparnis und Mieteinnahmen erleichtert werden.

 

Effektivzins

Kreditnehmer sollten bei einem Darlehen vor allem auf den Effektivzins achten. Nur dieser verrät nämlich wie teuer das Darlehen wirklich ist. Über den Effektivzins lassen sich auch die Angebote für unterschiedliche Darlehen vergleichen, da in ihm nahezu alle Gebühren eingerechnet sind.

 

F

Fertighaus

Unter einem Fertighaus wird hierzulande zumeist ein Holzhaus verstanden. Es besteht aus einem Holzständerwerk, das auf beiden Seiten mit Holzwerkstoff- oder Gipskartonplatten beplankt wird. Die Zwischenräume werden mit Dämmmaterial ausgefüllt. Die Wandelemente werden inklusive der Fenster und Leerrohren für die Leitungsführung in den Werkhallen der Fertighaushersteller gebaut. Vor Ort werden sie dann auf den fertigen Keller oder eine Bodenplatte montiert. Die Fassade wird zumeist mit Putz aber auch mit Klinkerriemchen oder einer Vorsatzschale aus Klinkern versehen.

 

Finanzierung

Darunter versteht man die meist langfristige Finanzierung von Immobilien durch einen oder mehrere Finanzierungsbausteine. Um eine solide Finanzierung zu gewährleisten, sollte die Eigenkapitalquote des Bauherrn beziehungsweise des Käufers etwa dreißig Prozent des insgesamt für die Anschaffung des benötigten Kapitals nicht unterschreiten. Üblicherweise werden Bauspardarlehen sowie Bank- und Versicherungshypotheken, die von einem oder mehreren Baufinanzierungsinstituten zur Verfügung gestellt werden, als Finanzierungsbausteine verwendet.

 

Fundament

Das Fundament trägt die Lasten des Bauwerks und leitet diese in den Baugrund ab. Die Dimensionierung muss so gewählt sein, dass ungleichmäßige Setzungen und somit Rissbildung am Gebäude vermieden werden. Man unterscheidet – je nach Tragfähigkeit des Bodens - zwischen Einzel- und Streifenfundamenten sowie Plattenfundamenten aus Stahlbeton. Liegt die tragfähige Bodenschicht erst in großer Tiefe muss eine Pfahlgründung erfolgen. Damit ihm der Frost nichts anhaben kann, muss das Fundament achtzig Zentimeter bis 1,20 Meter tief liegen.

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