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„Wir sind sonst sehr tierlieb ...“: Anwohner in Wut über spazierende Katze

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Von: Carina Blumenroth

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Eine Katze streunt durch Gärten und beobachtet Vögel. Für manche Anwohner ist das ein Grund für Aufregung. Im Netz kursiert ein empörter Zettel.

Ein Zuhause sollte eigentlich idyllisch und ruhig sein – wären da nicht die Nachbarinnen und Nachbarn. Immer wieder gibt es bei dem Miteinander in einer Gemeinschaft Reibereien und handfeste Streitigkeiten. Mal geht es um Papiermüll, der nicht ordentlich entsorgt wird, mal geht es um Kinderlärm oder um Streitigkeiten eines Pärchens. Häufig werden die meist negativen Aspekte geteilt – viele machen sich mit ausgehängten Zetteln Luft. Oft landen die dann im Internet und kursieren bei Instagram, Twitter und Co.

Zu sehen ist eine schwarze Katze, die auf einer grünen Wiese steht.
Katzen im Garten sind nicht in jeder Nachbarschaft willkommen. (Symbolbild) © Andrea Haase/Imago

„Privatsphäre gestört“: Eine Katze im Garten sorgt für Frust

Haustiere gehören für viele Menschen zu einem glücklichen Leben einfach dazu. Während vor allem Kleintiere, wie Hamster oder Kaninchen, oft in der Wohnung gehalten werden, kann das bei Katzen anders aussehen. Zu einer artgerechten Haltung gehört Freigang, sofern dieser irgendwie machbar ist, dazu. Dabei streunern Katzen dann in der Gegend herum und kehren in regelmäßigen Abständen nach Hause zurück. Was die Katzen in der Zwischenzeit erleben, wissen viele Besitzerinnen und Besitzer nicht. Ein Nachbar macht sich jetzt Luft, weil er sich durch eine Katze in seinem Garten gestört fühlt. Auf einem ausgehängten Zettel schreibt er, dass eine schwarze Katze durch seinen Garten laufen und manchmal von dort aus Vögel beobachten würde. „Wir fühlen uns in unserer Privatsphäre gestört und möchten das nicht. Darauf kann man Rücksicht nehmen“, heißt es auf dem Zettel weiter.

Auch ein Zuruf habe nichts gebracht, da die Katze nicht reagiert habe. Mit dem Zettel soll offenbar die Besitzerin oder der Besitzer ausfindig gemacht werden: „Falls sich jemand angesprochen fühlt, wir möchten nicht, dass unser Garten als Durchgangspfad genutzt wird“. Das solle der Katze anscheinend beigebracht werden, denn zukünftig soll die einen Bogen um das Grundstück machen. „Wir sind sonst sehr tierlieb...“, wird auf dem Aushang beteuert, das große Aber ist dem gesamten Text drumherum zu entnehmen. Im Internet sorgt der Zettel auf jeden Fall für Aufsehen.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

„Als nächstes müssen vermutlich die Regenwürmer weg“ – ein Twitter-User

Auf Twitter sorgt der Zettel für Furore, mehrere Leute haben den Zettel in Umlauf gebracht, geteilt und kommentiert. „Dummheit verbrieft. Als nächstes müssen vermutlich die Regenwürmer weg“, kommentiert ein Twitter-User und regt sich über das Verhalten der Anwohner auf. Andere machen sich über den Aushang lustig: „Wie allseits bekannt, reagieren Katzen folgsam auf jeden Hinweis, wie sie ihren Ausgang anlegen sollen“ oder „Die mögen wahrscheinlich nur Filzläuse“. Einige wenige zeigen sich verständnisvoll und kennen ähnliche Situationen. So kommentiert eine Twitter-Userin: „Kenne das Problem gut – bei mir sind es Vögel“. Katzen, Vögel oder andere Freigänger werden mit Aushängen nicht dazu gebracht, den eigenen Garten zu meiden. Zweifelhaft ist auch, ob sich die Besitzerin oder der Besitzer der schwarzen Katze auf den Brief meldet. (cbl)

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