Blütenfeuerwerk im Beet

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Farbenfrohe Sommerblumen: Kleingärtner Florian Smolka hat sich in diesem Jahr unter anderem für Petunien entschieden. Foto: Schaffner

Sommerblumen verwandeln Balkone, Terrassen und Beete in ein farbenfrohes Blütenmeer. Auch Kleingärtner Florian Smolka setzt auf Sommerblumen. Wir waren in dieser Woche wieder bei ihm zu Gast und haben dem 49-Jährigen beim Pflanzen von Petunie, Tagetes und Co. über die Schulter geschaut.

„Grundsätzlich unterscheidet man zwischen ein- und zweijährigen Sommerblumen“, sagt der Gartenfreund vom Kleingartenverein Dönche. Einjährige Exemplare werden meist zwischen März und Mai ausgesät. „Sie keimen, blühen, fruchten und sterben innerhalb desselben Kalenderjahres wieder ab“, sagt Florian Smolka.

Bei zweijährigen Sommerblumen erstreckt sich das Wachstum hingegen über zwei Vegetationsperioden. „Sie werden meist im Spätsommer ausgesät, keimen im Herbst, überwintern und blühen dann im nächsten Jahr schon recht früh“, erklärt der Kleingärtner. Zweijährige Sommerblumen schließen somit die Lücke zwischen den klassischen Zwiebel- und Knollenpflanzen im Frühling und den Einjährigen, die in der Regel erst ab Juni ihr Blütenfeuerwerk zünden.

Vorgezogene Pflanzen

Da Florian Smolka im vergangenen Herbst keine Zeit zum Aussäen hatte, greift er in diesem Frühling auf einjährige Sommerblumen aus dem Fachhandel zurück, die in Gewächshäusern vorgezogen worden sind. „Der Vorteil bei vorgezogenen Pflanzen besteht darin, dass man sehr schnell Erfolge sieht“, sagt der Kleingärtner, der sich unter anderem für farbintensive Petunien entschieden hat.

Mineralien-Dünger

Sommerblumen sind vergleichsweise pflegeleicht. „Sie lieben warme Plätze und Sonne“, sagt er. Abgesehen vom Standort sollte man auf nährstoffreichen Boden, ausreichend Pflanzabstand, regelmäßiges Befeuchten und Unkraut achten. Ein Tipp, um die Blütezeit zu verlängern: „Nach zwei, drei Wochen einfach Mineralien-Dünger ausbringen, die Pflanzen bekommen so noch einmal einen richtigen Schub“, sagt Florian Smolka. Eine andere Methode: Verwelkte Blüten regelmäßig abschneiden. Dann stecken die Blumen ihre ganze Kraft in die Bildung neuer Blüten.

Neben Petunien hat sich der Kleingärtner für Tagetes entschieden. Die aus Mittelamerika stammende Zierpflanze ist allerdings nicht nur bei Hobbygärtnern beliebt, sie lockt auch Schnecken an. „Wenn man nicht aufpasst, bleibt von den Blättern nicht mehr viel übrig“, sagt Florian Smolka.

Erfahrene Hobbygärtner wissen das und nutzen Tagetes zur Ablenkung als Futterpflanze für Schnecken. Denn wachsen Tagetes im Beet, verschonen die kriechenden Feinschmecker Salatpflanzen und Erdbeeren. (psn)

Von Sebastian Schaffner

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