Im winterlichen Garten unverzichtbar

Blütenschönheit Helleborus betört selbst bei Eis und Schnee

Gartenseite, Helleborus, Christrosen, Lenzrosen, Schneerosen, Nieswurz, Andre Stade, Staudengärtner, Helleborus orientalis "SP Conny", Foto: Stade//nh
+
Helleborus orientalis "SP Conny"

Ihre frühe Blüte macht Helleborus zur unverzichtbaren Staude für Beet und Balkon. Die bekanntesten Arten der dekorativen Winterblüherin sind Helleborus niger und H. orientalis sowie die Wildart H. foedidus, erklärt Helleborus-Fachmann Andre Stade aus Borken im Münsterland.

Die  winterblühende Staude gedeiht zwar auch im Schatten, entwickelt aber die volle Blütenpracht nur an sonnigem oder halbschattigem Standort. Als Begleiter empfiehlt Stade sommergrüne Sträucher, deren Halbschatten ideal für Helleborus ist.

Andre Stade,  Gartenbautechniker

Der Boden sollte nährstoffreich sein, nie ganz austrocknen und einen eher alkalischen pH-Wert haben. Fördern lässt sich der mit kohlensaurem Kalk oder zerkleinerten Eierschalen, welche auch hilfreich sein können, den pH-Wert anzuheben, erklärt der Fachmann.

Knallrot: Helleborus x cultorum „Ice’n Roses Red“.

Als Begleiter für Helleborus passen alle früh blühenden Arten wie Schneeglöckchen und der Winterling sehr schön, ebenso spätere Anemone-Arten wie A. blanda oder A. nemorosa. Ein Schnitt ist kaum nötig, außer die Pflanze zeigt Anzeichen einer Pilzerkrankung (Schwarzfleckenkrankheit). Anfällig dafür ist vor allem H. orientalis. Falls auf den Blättern unregelmäßig runde schwarze Flecken zu sehen sind, sollte das Vorjahreslaub komplett entfernt werden, rät Stade. Keine bange, die Pflanzen treiben neu von unten aus.

Altrosa: Helleborus x cultorum „Ice’n Roses Rose“.

Wichtig ist, dass die Stauden genug Nährstoffe haben und nicht zu trocken, aber auf keinen Fall zu nass stehen. Gut versorgt, sind sie auch widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Lässt man die Samenstände stehen, vermehren sich Helleborus auch leicht durch Selbstaussaat. Oft entstehen so tolle neue Farbvarianten. 

Gefüllte Neuheit: Helleborus orientalis „SP Abby“.

Gartenbaubetrieben vermehrten die Sorten oft im Labor, sodass die Sortenreinheit gewährleistet sei. Bei später Pflanzung im Jahr braucht Helleborus etwas Winterschutz (Tannenzweige). Gute Pflege dankt die standorttreue Staude mit jahrzehntelanger Schönheit.

Info: Helleborus in großer Vielfalt gibt es bei Stauden-Stade. Liebhaber tauschen sich aus in der GdS-Fachgruppe Helleborus.

Eine Gattung - viele Namen

Die winterlichen Blühwunder der Gattung Helleborus sind unter vielen Namen bekannt wie Nieswurz, Christrose, Schneerose und Lenzrose. Grün blüht die Wildart Stinkende Nieswurz (H. foetidus), deren Name auf die stark riechenden Blätter zurückgeht. Manche Arten können bis zu 25 Jahre alt werden. Die Hahnenfußgewächse sind in allen Teilen giftig. Ab Dezember entfaltet zuerst die Christrose (H. niger) ihre reinweißen Blüten. Das größte Spektrum an Blütenfarben und -formen zeigt ab Februar die Lenzrose (H. orientalis), von der es dank intensiver Züchtung auch mehrfarbige und sogar gefüllte Sorten gibt. 

Frostschutz-Trick

Wenn Helleborus bei Eiseskälte schlappmachen, ist das kein Grund zur Sorge. Die Pflanze entzieht den Leitungsbahnen das Wasser, damit der Frost sie nicht sprengt, informiert die Zeitschrift „Mein schöner Garten“. Wird es wärmer, richten sich die Winterblüher wieder auf.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.