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Bodendeckende Gräser schützen Erde vor Austrocknung

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Von: Gisela Busch

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Bodendeckend, aber nicht bodennah: Auch attraktive Giganten wie das Pampasgras schützen das Erdreich.
Bodendeckend, aber nicht bodennah: Auch attraktive Giganten wie das Pampasgras schützen das Erdreich. © Elegrass

Um in Zeiten ausbleibender Niederschläge den Gartenboden vor dem Austrocknen zu schützen, werden bodenbedeckende Pflanzungen bei der Gartengestaltung immer wichtiger. Gut eingewachsen schattieren sie das Erdreich, bieten einen attraktiven Anblick und schützen vor zu starker Austrocknung.

Entsprechend geplante Gartenbereiche erfordern wenig Aufmerksamkeit, sehen aber dennoch gepflegt aus. Vor allem das Sortiment der bodendeckenden Gräser in den Gärtnereien ist riesig und daher sehr interessant – es gibt sie in vielen unterschiedlichen Farben, Texturen, Formaten. Praktisch für jeden Standort findet sich ein passendes, wüchsiges Gras, egal ob der Gartenbereich sehr viel oder kaum direkte Sonne abbekommt.

Vom riesigen Pampasgras bis zur niedrigen Winkelsegge

Bodendecker sorgen zwar dafür, dass es keine unbewachsenen Böden gibt, deshalb müssen sie aber noch lange nicht bodennah wachsen. Im Gegenteil: Zu den Giganten, die sich für diesen Zweck gut einsetzen lassen, gehört zum Beispiel das Pampasgras (Cortaderia). Die Blätter des horstbildenden Gewächses sind graugrün, schmal, scharfkantig und wintergrün und werden etwa 80 Zentimeter hoch. Darüber thronen die auffälligen Blütenrispen, die Wuchshöhen von bis zu 250 Zentimeter erreichen können. Ganz anders kommt die Winkelsegge (Carex remota) daher, die zu der riesigen Familie der Sauergräser gehört. Die immergrüne, halbkugelig wachsende Pflanze ist optisch ein zartes und filigranes Wesen mit dünnen, elegant überhängenden Halmen. Sie erreicht eine Größe von bis zu 40 Zentimetern und zeigt zur Blütezeit gelbgrüne Ähren.

Zartes Windspiel: das Gemeine Zittergras (Briza media).
Zartes Windspiel: das Gemeine Zittergras (Briza media). © Elegrass

Die Winkelsegge bevorzugt einen halbschattigen Standort, kommt aber auch mit etwas mehr Sonne zurecht. Sehr sonnig mag es dagegen das Gemeine Zittergras (Briza media), das ebenfalls etwa 40 Zentimeter hoch wird und wintergrün ist. Mitfeingliedrigen Blütenrispen, die sich schon beim kleinsten Windhauch bewegen, bietet es von Mai bis weit in den August hinein, einen bezaubernden Anblick. Längere Trockenphasen toleriert das Gras ebenso gut wie kurzzeitige Nässe.

Info: elegrass.de und bei der Gartenakademie Rheinland-Pfalz.

(Von Gisela Busch)

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