Bromelien bekommen Wasser in den Blatttrichter

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Bromelien sind beliebte Zimmerpflanzen, aber ihre Pflege ist heikel. Sie werden nicht gegossen wie anderes Grün. Foto: Andrea Warnecke

Wer eine Bromelie im Zimmer hat, muss sich an eine ungewöhnliche Gießmethode gewöhnen: Statt das Wasser in die Erde zu geben, kommt es bei dem Tropengewächs direkt in die Blatttrichter.

Bonn (dpa/tmn) - Was bei den meisten Zimmerpflanzen einer der größten Fehler beim Gießen ist, braucht die Bromelie: Sie bekommt Gießwasser in die trichterförmigen Blattrosetten.

Bei ihrer Pflege sollte man bedenken, dass Bromelien aus den Tropen stammen und in Südamerika als Epiphyten auf Ästen anderer Pflanzen wachsen, erklärt der Zentralverband Gartenbau. Bromelien nehmen ihre Nährstoffe daher über das Wasser in ihren Blatttrichtern auf. Der Hobbygärtner darf aber nur weiches, kalkfreies und lauwarmes Wasser verwenden. Da Bromelien bei uns im Topf wachsen, sollte hier auch das Substrat immer feucht gehalten werden.

Bromelien wie die Lanzenrosette (Aechmea fasciata), die Guzmanie (Guzmania lingulata) oder das Flammende Schwert (Vriesea splendens) bilden ähnlich wie der Weihnachtsstern farbige Hochblätter aus. An diesen Ähren bilden sich die eigentlichen Blüten. Die Hochblätter sorgen viele Wochen lang für ein attraktives Bild. Und wenn der Blütenstand mit den Hochblättern abstirbt, hat er bereits für Nachwuchs gesorgt. Die sogenannten Kindel können im Frühjahr und Sommer abgenommen und in einen neuen Topf gesetzt werden. Dort bilden sie Wurzeln.

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