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Clematis richtig schneiden – Einige Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden

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Von: Svenja Wallocha

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Eine Clematis blüht in einem Garten.
Eine Clematis blüht in einem Garten. © Tatiana Kasantseva/Imago

Die Clematis ist eine beliebte Pflanze für den Garten. Damit sie üppig blüht, muss sie regelmäßig geschnitten werden. Einige Regeln sollte man dabei beachten.

Kassel – Damit die Pflanzen im Garten üppig blühen, brauchen sie die richtige Pflege. Hobby-Gärtner sollten sich also mit den Blumen und Sträuchern auseinandersetzen – dazu gehört auch, einige davon regelmäßig zu schneiden. Vor allem bei der Clematis oder auch Waldrebe genannt, können schnell fatale Fehler passieren.

Die Clematis ist eine beliebte Pflanze. Sie ist nicht nur ein wahrer Kletterkünstler, sondern verschönert mit ihren zarten Blüten auch jeden langweiligen Holzzaun. Auch an Hauswand oder Carport ist sie ein Blickfang. Etwa 300 verschiedene Arten zählen zu dieser Pflanzengattung. Können alle gleich geschnitten werden?

Clematis schneiden: Das müssen Hobby-Gärtner bei der Waldrebe beachten

Die Clematis ist eine recht prächtige Pflanze. Doch gerade, weil es so viele unterschiedliche Arten gibt, die zudem noch zu unterschiedlichen Jahreszeiten blühen, müssen Hobby-Gärtner einiges beachten. Das gilt im übrigen auch beim Schneiden von Hortensien. Wer seine Waldrebe im Garten zur falschen Zeit schneidet, tut der Pflanze nichts Gutes. Es kann ihr sogar richtig schaden, wie auch das Gartenportal Mein schöner Garten berichtet. Die wichtigste Regel ist also: Die Blütezeit beachten.

Bei der Clematis gibt es verschiedene Schnittgruppen. Bei der Schnittgruppe 1 ist in der Regel kein jährlicher Rückschnitt nötig. Diese Arten gelten als recht robust. Dazu gehören frühblühende Waldreben, die ihre Blütezeit im April und Mai haben. Es gibt jedoch Ausnahmen: Wenn die Pflanze zu groß wird oder unten verkahlt, sollte auch hier zur Schere gegriffen werden. Allerdings erst nach der Blüte.

Schnittgruppen bei Clematis beachten: Wann wird welche Art gekürzt?

Bei Clematis der Schnittgruppe 2 sieht es schon anders aus. Sie sind etwas empfindlicher und blühen häufig zweimal im Jahr. Im Spätherbst zwischen (November und Dezember) oder zeitigem Frühjahr werden sie leicht zurückgeschnitten. Dabei werden die Triebe etwa 20 Zentimeter gekürzt. Nach der Hauptblüte im Sommer wird dann Verblühtes weggenommen und nochmal leicht eingekürzt.

Dann gibt es noch die Clematis der Schnittgruppe 3. Diese Arten werden laut dem Gartenportal im Spätherbst bis auf 20 bis 50 Zentimeter über dem Boden zurückgeschnitten. Sie können aber auch noch von Februar bis März zurückgeschnitten werden. Hier sollte man allerdings aufpassen, dass keine neuen Triebe erwischt werden. Das Rückschneiden ist deshalb wichtig, weil dadruch die Triebe der Pflanze gestärkt werden. So wird die Clematis kräftig und wächst in die Länge. Ohne einen Rückschnitt besteht die Gefahr, dass die Pflanze mit der Zeit unten kahl wird.

Clemantis richtig schneiden: Auch auf das richtige Werkzeug kommt es im Garten an

Beim Schneiden der Clematis spielt auch das richtige Werkzeug eine Rolle. Wer mit stumpfen Scheren hantiert, riskiert gequetschte und ausgefranste Triebe. Im schlimmsten Fall können dadurch Krankheiten an der Pflanze entstehen. Deshalb immer eine scharfe Gartenschere verwenden. Falls damit mehrere Pflanzen geschnitten werden, kann es außerdem nicht schaden, die Schere regelmäßig zu desinfizieren. Clematis gedeihen übrigens auch im Kübel. Hier ist es allerdings wichtig, einen ausreichend großen Topf zu nutzen. Mindestens 25 Liter sollte er laut dem NDR fassen. Zudem ist Staunässe zu vermeiden. Für den Balkon bieten sich Arten an, die nicht höher wachsen als 2 Meter.

Wer im Sommer einen schön blühenden Garten will, sollte oft schon vor dem Frühling loslegen. Denn: wenn der März anfängt, kann es schon zu spät sein. (svw)

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