Impfstatus und Maskenpflicht

Corona-Regeln: Was gilt für Handwerker in fremden Wohnungen?

Handwerker Corona Maske
+
Gilt für Handwerker eine allgemeine Maskenpflicht?

Ob Handwerker in Ihrem Zuhause eine Maske tragen und Heizungsableser, Rauchmelderprüfer und Co. einen Impfnachweis vorzeigen müssen, erfahren Sie hier.

Kassel – Die Corona-Pandemie dauert nun schon eine ganze Weile an. Mögliche Reparaturen im Haus oder andere Handwerkstätigkeiten wie Heizung ablesen oder Rauchmelder prüfen haben Sie eventuell bislang aufgrund der Kontaktbeschränkungen vor sich her geschoben. Da aber bisher noch nicht wirklich ein Ende der Pandemie in Sicht ist, lassen sich manche Arbeiten nicht länger aufschieben. Aber welche Corona-Regeln gilt es zu beachten, wenn Handwerker im Haus sind?

Müssen sich Handwerker in Zeiten von Corona an die Maskenpflicht halten?

Wie BR24 berichtete, gibt es von Seiten der Berufsverbände und des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks keine generelle Maskenpflicht für Handwerker. Auch gesetzlich ist keine Maskenpflicht für Handwerker vorgeschrieben. Wenn Sie also ein Unternehmen für Handwerksarbeiten in Ihrem Zuhause beschäftigen, sollten Sie vorab vereinbaren, dass die Handwerker einen Mund-Nasen-Schutz in Ihrer Wohnung tragen sollen. Auch Sie selbst als Auftraggeber sind nicht verpflichtet, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Es ist jedoch empfehlenswert, in geschlossenen Räumen, in denen Abstände nur schwer eingehalten werden können, eine Maske zu tragen.

Lesen Sie auch: Checkliste: So richten Sie die erste eigene Wohnung ein.

Natürlich können Sie die Handwerker auch vor Ort darum bitten, eine Maske zu tragen. Wenn es jedoch zum Streit kommt und die Handwerker unverrichteter Dinge wieder wegfahren, tragen Sie die Anfahrtskosten. Eventuell sogar weitere betriebliche Ausfallkosten. Kümmern Sie sich also am besten schon vorab um eine Lösung, mit der alle einverstanden sind.

Vereinbaren Sie mit dem Unternehmen vorab eine Lösung, mit der alle Beteiligten einverstanden sind, sonst kann es teuer werden.

Gibt es kein Hygienekonzept wegen Corona für Handwerker?

Auch wenn Handwerksbetriebe, um ihre Mitarbeiter vor einer Corona-Infektion zu schützen, laut Zentralverband des Deutschen Handwerks Hygienekonzepte entwickelt hätten, würden diese beim Kontakt mit Kunden auf freiwilliger Basis beruhen. Mit der Überwachung und Kontrolle der Einhaltung von Hygieneregeln in Handwerksbetrieben und auf Baustellen beauftragt ist die Berufsgenossenschaft Bau. Diese betont, dass der Arbeitgeber mögliche Gefahrenlagen durch zum Beispiel zu geringe Sicherheitsabstände richtig einschätzen muss. In so einem Fall kann der Chef seine Mitarbeiter also dazu auffordern, bei der Arbeit einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Auch interessant: Unfassbar: Wohnung mit 8000 Bierdosen, schimmeligen Essensresten und verstopfter Toilette hinterlassen.

Darf man Handwerker in der Corona-Pandemie nach ihrem Impfstatus fragen?

Sie dürfen einen Handwerker selbstverständlich fragen, ob er geimpft ist oder nicht. Nur muss er Ihnen darauf keine Antwort geben. Einen offiziellen Nachweis über den Impfstatus können Sie von einem Handwerker nicht fordern. Denn der Impfstatus unterliegt dem Datenschutz. Handwerker können ihn freiwillig vorzeigen, sind dazu jedoch nicht verpflichtet. Ebensowenig wie Sie einen Impfnachweis vorzeigen müssen, wenn Sie Handwerker in Ihrem Haus beschäftigen.

Anders sieht das gegenüber dem Arbeitgeber aus. Auch für Handwerker gilt am Arbeitsplatz die 3G-Regel. Das heißt wer weder geimpft noch genesen ist, muss seinem Chef regelmäßig einen negativen Corona-Test vorweisen. Wenn Sie ein Unternehmen beauftragen, müssen Sie sich darauf verlassen, dass der Vorgesetzte den Impfstatus seiner Mitarbeiter überprüft.

Lesen Sie auch: Darf ich überhängende Äste vom Baum des Nachbarn abschneiden? 

Was passiert, wenn ich mich bei einem Handwerker mit Corona anstecke?

Wenn Sie sich nachweislich bei einem Handwerker mit Corona angesteckt haben, hat das in der Regel keine rechtlichen Folgen für den Handwerker oder das Unternehmen. Außer der infizierte Mitarbeiter hätte von seiner Corona-Erkrankung Kenntnis gehabt und wissentlich gegen die Quarantäne verstoßen. In diesem Fall könnten Sie Schadensansprüche wegen Körperverletzung geltend machen. (jn) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.