Geld sparen und Platz schaffen: Dachausbau lohnt sich doppelt

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Energieverbrauch im Blick: Eine Dachdämmung spart laut Experten bis zu 14 Prozent des Verbrauchs ein.

Mit einer Dachdämmung senken Eigenheimbesitzer ihren Energieverbrauch bis zu 14 Prozent – der Dachausbau schafft zusätzlichen Wohnraum und ist mit etwas Geschick leicht selbst zu bewerkstelligen.

Platz für den Nachwuchs, das Atelier oder die Modelleisenbahn – Gründe zusätzlichen Raum unterm Dach zu schaffen gibt es viele. Für Häuslebauer ist der Dachausbau aber auch die beste Gelegenheit, das Dach von innen zu dämmen. Denn ist das Dach innen erstmal richtig „dicht“, kann bares Geld gespart werden: Laut Experten des Bundesbauministeriums lässt sich so der Energieverbrauch um bis zu 14 Prozent senken. Weitere Vorteile: Das Raumklima wird verbessert und der Wert der Immobilie steigt. Was viele zudem nicht wissen: Wer mehr als 20 Prozent seines Hauses renoviert, ist laut Energieeinsparverordnung (EnEV) ohnehin zur Dämmung verpflichtet.

Großer Kosten-Nutzen-Effekt bei der Dachdämmung

Flexible Gestaltung: Leichtbauwände sind eine ideale Alternative zur massiven Mauer.

Im Vergleich zu anderen Sanierungsmaßnahmen wie beispielsweise der Fassadendämmung ist die Dachdämmung kostengünstig und mit ein wenig Geschick leicht in Eigenregie zu bewerkstelligen. Marc Kreisel, Leiter Projektentwicklung eines Baumarktes, verrät, worauf Heimwerker besonders achten sollten. Bevor es mit der Dämmung losgehen kann, muss das richtige Material eingekauft werden. „Empfehlenswert sind Klemmfilze und Dämmkeile, da sie sich besonders gut an die unterschiedlichen Sparrenbreiten anpassen lassen. Beim Dämm-Material sollten die Eigenschaften Wärmeschutz, Schallschutz und Brandschutz beachtet werden. Im Normalfall wird das Dämm-Material einfach zwischen die Sparren geklemmt. „Falls die Sparrendicke für eine ausreichende Dämmung nicht reicht, sollte eine zusätzliche Untersparrendämmung angebracht werden.“ Generell gilt: „Beim Dämmen sollten Heimwerker unbedingt Mundschutz und Arbeitshandschuhe tragen, da sich im Material kleine Flugpartikelchen aus der Mineral- oder Glaswolle befinden können.“

Warme Luft steigt auf, kondensiert und hinterlässt Feuchtigkeit im Dämmmaterial. Spezialfolie, die sogenannte Dampfbremse, verhindert das. Die Polyamid-Folie wird auf der gedämmten Fläche angebracht – nicht gespannt, sondern leicht durchhängend. Diese Vorrichtung lässt keine Feuchtigkeit mehr hindurch und Schimmelpilze, die möglicherweise das Holz angreifen, haben somit keine Chance mehr.

Trennwände einziehen und Neuraum gewinnen

Leichtbauwände sind die ideale Alternative zur massiven Mauer, vorausgesetzt, sie übernehmen keine tragende Funktion. „Bevor es mit dem Aufstellen der Trennwände losgehen kann, sollten die Heimwerker genau überlegen, wo beispielsweise die Steckdosen liegen und die Tür angebracht werden soll. Im Nachhinein lässt sich das nur schwer korrigieren.“ Die Gipskarton- oder Gipsfaserplatten sind in unterschiedlichen Dicken, Längen und Breiten erhältlich. Um Stabilität zu gewährleisten, empfiehlt sich eine Plattendicke von mindestens 12,5 Millimetern. „Mit Hohlraumdübeln können Hängeschränke befestigt werden und die Wandfläche eignet sich hervorragend für Anstriche und dekorative Verputze. Wer ein Badezimmer einbauen möchte, greift am besten auf die grünen, feuchtraum-geeigneten Platten zurück, die sich bei Doppelbeplankung gut befließen lassen.“

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