Der Fleck muss weg

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Kinder scheinen Flecken magisch anzuziehen. Mit den richtigen Tricks bekommt man aber fast jeden Fleck wieder sauber.

Man ist einen Moment unachtsam und schon ist es passiert: ein Fleck auf der Lieblingsbluse. Bevor man das gute Stück in die Altkleidersammlung wirft, sollte man versuchen den Fleck schonend aber effektiv zu entfernen. Einfache Hausmittel sind oft besser als spezielle Fleckenentferner.

Erste Hilfe gegen Flecken

Als Faustregel gilt: Behandeln Sie den Fleck sofort. Frische Flecken lassen sich leichter entfernen als eingetrocknete. Saugen Sie die Fleckenverursacher zuerst mit Haushaltsrolle auf oder kratzen Sie sie vorsichtig mit einem Messer ab. Versuchen Sie als erstes immer, die Verunreinigung mit klarem Wasser zu behandeln. Häufig lassen sich Flecken dadurch schon entfernen. Reinigen Sie den Fleck kreisförmig von außen nach innen und reiben Sie nicht am Gewebe, sonst verschieben sich die Fasern und es raut auf. Betupfen Sie die Stelle lieber vorsichtig mit einem Tuch oder Schwamm.

Ältere Flecken lassen sich häufig mit folgender Mischung entfernen: zwei Esslöffel Feinwaschmittel und drei Esslöffel Essig in einem Liter warmen Wasser auflösen, dann den Fleck damit betupfen. Die schmutzige Stelle trocknen lassen und bei Bedarf mehrfach wiederholen. Handelt es sich nur um einen kleinen Klecks können sie die Mischung dementsprechend reduzieren. Nach der Vorbehandlung waschen Sie das Kleidungsstück wie gewohnt in der Maschine.

Welchen Fleck wie behandeln?

Flecken sind in der Regel eine Mischung aus Farbstoffen, Eiweißen oder Fetten. Fetthaltige Flecken, verursacht durch Butter, Speiseöl oder Lippenstift reagieren gut auf Fettlöser, wie zum Beispiel Spülmittel. Farbstoffhaltige Flecken beispielsweise Rotwein oder Kaffee werden mit Bleichmittel oder Fleckensalz behandelt. Eiweißhaltige Flecken wie Blut, Kakao oder Ei dürfen nur mit kaltem Wasser und enzymhaltige Waschmittel bekämpft werden. Bei Temperaturen über 40 Grad Celsius gerinnt Eiweiß und fixiert sich im Stoff.

Ein normales Vollwaschmittel sollte generell ein Kleidungsstück sowohl von Fett, als auch von Eiweiß- und Farbflecken befreien – aber so einfach ist es je nach Fleck und Stoff nicht. Schließlich ist ein Vollwaschmittel kein Spezialist, sondern reinigt von allem ein bisschen. Je nach Art des Fleckes und Material des Stoffes muss nachgeholfen werden.

Beim Nachhelfen gibt es die Möglichkeit von Spezialwaschmitteln. Diese sind jedoch teuer und bringen wenig, wie die Überprüfung der Stiftung Warentest beweist. Bessere Wirkung bei hartnäckigen zeigen altbewährte Hausmittel:

  • Wundermittel Gallseife: In der Rindergalle ist ein Enzym enthalten, das die emulgierende Wirkung der Seife erhöht. Gallseife entfernt fett-, eiweiß- und farbstoffhaltige Flecken, wie Öl, Blut, Milch, Obst, Ketchup und Gemüse.
  • Salz auf Rotwein ist ein Mythos. Vorsicht, das Salz greift empfindliche Wäsche an. Außerdem hinterlässt es bei Rotweinflecken oft graue Flecken. Wirksam ist dagegen kochendes Wasser. Auf das Textil gegossen, löst es den Rotwein.
  • Kälte gegen Kaugummi. Stecken Sie das verklebte Kleidungsstück in eine Plastikfolie und legen Sie es für ein paar Stunden ins Tiefkühlfach. Die Kaugummimasse erstarrt und lässt sich am nächsten Tag mit den Fingern ablösen. Schneller geht es mit Vereisungsspray.
  • Frische Senf-Flecken können Sie mit Sodawasser auswaschen. Soda können Sie in jedem Drogeriemarkt kaufen. In Wasser gelöst wirkt das Salz-Mineral als starke Lauge. Flecken und Schmutz quellen auf und werden chemisch verändert, so dass sie vom Gewebe gelöst werden. Soda ist nicht für tierische Fasern aus Wolle oder Seide geeignet.
  • Kugelschreiber-Flecken können Sie mit Parfüm lösen. Parfüm enthalte Alkohol, der als Lösungsmittel wirkt. Der Erfolg hängt aber von der Art der Tinte ab.

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