DMK-Award

Architekten aus Erfurt, Kassel und Berlin ausgezeichnet

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Siegerprojekt Mehrfamilienhäuser: Mutter-Kind-Haus in Frankfurt konzipiert und umgesetzt von der Baufrösche Architekten und Stadtplaner GmbH aus Kassel.

Im historischen Ambiente der Villa Rothschild in Königstein im Taunus verlieh die Dagmar + Matthias Krieger Stiftung am 28. März zum 5. Mal den DMK Award für nachhaltiges Bauen Hessen und Thüringen.

Das Preisgeld in Höhe von jeweils 2000 Euro ging an 3 Architekturbüros in den Kategorien Einfamilien-/Reihen-/Doppelhäuser, Mehrfamilienhäuser und öffentliche/gewerbliche Objekte. Überreicht wurden die Urkunden und Preise unter anderem durch Ulrich Caspar, Mitglied des Hessischen Landtags sowie Verkehrs- und wohnungspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Er unterstrich in seinem Grußwort, dass die Landesregierung die Aktivitäten sowie das Engagement der DMK Stiftung und des Bauunternehmens Krieger + Schramm sehr begrüßt – er bedankte sich für den Einsatz auf dem Gebiet des nachhaltigen Bauens bei allen Teilnehmern und der Stiftung.

DMK-Award für nachhaltiges Bauen

Die Juryvorsitzende Caroline Arnold betonte in Ihrer Begrüßung, dass „ein sehr hoher Anteil der deutschen Bürger im Alter den Wunsch haben, so lang wie möglich eigen- und selbstständig in den eigenen vier Wänden zu wohnen. Dies muss schon jetzt bei der Planung und Umsetzung beachtet werden“ – auch dies zähle zur Nachhaltigkeit.

Architekturbüros waren aufgerufen sich mit ihren besonders nachhaltig geplanten und ausgeführten Projekten aus Hessen und Thüringen zu bewerben. Nach den Kriterien ökologische, ökonomische, soziokulturelle und technische Prozessqualität wurden die eingereichten Bewerbungen bewertet.

So einigten sich die Jurymitglieder Caroline Arnold (Vorsitzende der Jury, Geschäftsführerin ARC TEC GmbH und DGNB Auditorin), Peter Blaschke (Architekt, Bund deutscher Baumeister), Holger Schach (Regionalmanagement Nordhessen) und Andreas Lieberknecht (Rechtsanwalt, Verband baugewerblicher Unternehmer e.V. Hessen + Thüringen) sowie Matthias Krieger (stellv. Vorsitzender Dagmar + Matthias Krieger Stiftung; Bauunternehmung Krieger + Schramm) auf die Preisträger.

Adobe Architekten aus Erfurt - Sieger in der Kategorie Einfamilienhaus

In der Kategorie EFH/RH/DH ging das Preisgeld von 2000 Euro an die ADOBE Architekten aus Erfurt. Mit einem Einfamilienhaus in Nordhausen erreichten sie die Höchstpunktzahl bei den Bewertungskriterien. Neben dem Einsatz von verschiedenen erneuerbaren Energien, einem Gründach als Klimapuffer und dem Einsatz von FSC + PEFC zertifiziertem Holz aus Deutschland, konnte das auf einem Hanggrundstück gebaute Gebäude im Plusenergiestandard die Jury durch den Einsatz nachwachsender Rohstoffe und der optimale Einbindung in den Geländeverlauf überzeugen.

Baufrösche Architekten und Stadtplaner GmbH aus Kassel - Sieger in der Kategorie Mehrfamilienhaus

Die Baufrösche Architekten und Stadtplaner GmbH konnte in der Kategorie Mehrfamilienhäuser die Konkurrenz hinter sich lassen. Mit dem Mutter-Kind-Haus der Waisenhaus Stiftung in Frankfurt zeigten die Architekten aus Kassel wie es im Geschosswohnungsbau gelingen kann, die Nachhaltigkeit mit Komfort und Funktionalität zu verbinden. Das Mutter-Kind-Haus bietet meist minderjährigen Schwangeren/Müttern und deren Kindern sozialpädagogische Unterstützung und eine Rund-um-Betreuung.

Freitag-Hartmann-Sinz-Architekten aus Berlin - Sieger in der Kategorie öffentliche/gewerbliche Objekte

Das Verwaltungsgebäude der Wagner & Co. Solartechnik GmbH in Cölbe, geplant durch die Freitag-Hartmann-Sinz-Architekten aus Berlin, hatte in der Kategorie öffentliche/gewerbliche Objekte die Nase vorn. Das Gebäude überzeugte die Jury nicht nur durch die kreisrunde Form, sondern durch gesamte, sehr gut durchdachte Konzept der Nachhaltigkeit und Energienutzung. So wird zum Beispiel die Zuluft mittels direkter terminscher Grundwassernutzung über einen Wasser-Luft-Wärmetauscher im Winter vorgewärmt und im Sommer gekühlt.

Auch der grundsätzliche Verzicht auf Verkleidungen und Putze sowie das speichernde Sichtmauerwerk als Innenwände ohne Verputz machten es der Jury leicht. Das Bürogebäude bietet entlang der Fassade auf zwei Geschossen 100 Arbeitsplätze und Besprechungsräume. Das neun Meter hohe Atrium in der Mitte bietet Raum für Kommunikation und Begegnung.

Ein ganz besonderes Projekt wollte die Jury und die Dagmar + Matthias Krieger Stiftung auch noch ehren: ENNO-NARTEN-BAU auf der Jugendburg Ludwigstein. Zwar konnte das Projekt die Kriterien der Jury nicht in vollem Umfang erfüllen, durfte sich aber über einen Scheck über 500 Euro sehr freuen. Selmar Sechtling, Burgbetriebsleiter, nahm den Scheck mit Freude entgegen und beschrieb kurz die Einrichtung, deren Mitarbeiter zum großen Teil Jugendliche sind und deren Aktivitäten.

Mit etwa 5000 freiwilligen Arbeitsstunden entstand von 2010 bis 2012 ein Strohballenhaus für Seminar- und Lernräume. Das Konzept fand so großen Zuspruch bei der Jury, sodass sich die Stiftung Jugendburg Ludwigstein über den Sonderpeis freuen darf.

Der DMK Award für nachhaltiges Bauen Hessen + Thüringen wird jährlich unter der Schirmherrschaft vom Hessischen Minister für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein, verliehen. Im Anschluss an die feierliche Preisverleihung hatten die Gäste die Möglichkeit sich beim 2-Sterne-Dinner auszutauschen.

Die nächste Bewerbungsphase startet im Herbst 2014. (nh)

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