Schwachstellen von Bestandsgebäuden im Überblick

Drei schwierige Punkte

Bei vielen älteren Häusern ein Problem: Eine unzureichende Dämmung sorgt für einen hohen Energieverlust. Foto:  Hessische Energiesparaktion

Die energetischen Schwächen von Bestandsgebäuden liegen vor allem in drei Bereichen: dem Gebäudekörper (unzureichende Dämmung), dem Heizungssystem und dem Warmwassersystem.

„Bevor Modernisierungsmaßnahmen in Angriff genommen werden, ist es wichtig, sich einen generellen Überblick über Schwachstellen am Gebäude zu verschaffen, die sehr häufig im Zusammenhang mit dem jeweiligen Baujahr des Gebäudes stehen. Dabei wird sehr schnell deutlich, dass bis weit in die 70er- Jahre hinein die Aspekte Repräsentation, Ästhetik, Wiederaufbau sowie Nutzerkonzepte oder Baukosten relevant waren.

Hohe Vorgaben

Erst mit den „Ölkrisen“ Mitte und Ende der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts sind Instrumente zur Minimierung des Energieverbrauchs diskutiert worden. Es dauerte weitere Jahre, bis Versuchs- und Forschungsergebnisse in die Baupraxis einflossen und diese ab Mitte der 80er-Jahre auch umgesetzt und, auch durch gesetzliche Vorgaben, immer weiter verbessert wurden“, so Werner Eicke-Hennig, Leiter der „Hessischen Energiespar-Aktion“.

So treten energetische Schwachstellen in folgenden Bereichen auf:

• Entweder gar keine oder ungedämmte Bodenplatte

• Ungedämmte Hausfassade

• Ungedämmte Kellerdecke

• Ungedämmte oberste Geschossdecke

• Ungedämmter oder nach heutigen Maßstäben unzureichend gedämmter Dachstuhl

• Zahlreiche Wärmebrücken

• Einfachverglasung, keine Isolierverglasung dazu meist ungedämmte Rollladenkästen

• veraltete Heizungsöfen oder Brenneranlagen

• ungedämmte Heizwasserleitungen

• veraltete Heizkörper

• veraltete Warmwasserbereitung

• ungedämmte Warmwasserleitungen und Heizwasserleitungen

Aussteller geben Infos

Es ist immer empfehlenswert, Energiesparprojekte mit ohnehin anstehenden Erneuerungen zu verbinden. Welche Maßnahmen sich als sinnvoll erweisen, zeigen die 15 regionalen Aussteller ab Donnerstag bei den Energie-Info-Tagen im dez. (nh)

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