Dschungelcamp im Garten

Bei so manchem Gartenbesitzer macht sich beim Blick in sein Grün Enttäuschung breit. Zwar ist der Rasen ordentlich gemäht und im kleinen Nutzbeet zeigen sich die ersten Salatpflänzchen. Doch irgendwie fehlt das besondere Etwas. Das kann man mit außergewöhnlichen Pflanzen im Garten schnell ändern.

Exoten, die normalerweise in anderen Ländern, teilweise sogar auf anderen Kontinenten zuhause sind, erfreuen sich immer größerer Beliebtheit in nordhessischen Gärten. Und das zu Recht: Denn erstens sorgen sie für tolle Akzente zwischen heimischen Pflanzen und zweitens sind einige von ihnen sehr robust und überleben sogar die frostigen Winter.

Die Agave

Agaven stammen ursprünglich aus Mexiko, sind aber auch im gesamten Mittelmeerraum zu finden. Sie sind an die harten Lebensbedingungen wüstenähnlicher Regionen angepasst und dementsprechend sehr trockenresistent. Im heimischen Garten sollten Hobbygärtner also ein sehr sonniges, aber dennoch geschütztes Plätzchen für die anspruchslose Kübelpflanze suchen – dann kann man sie bedenkenlos einige Wochen sich selbst überlassen. Obwohl Agaven hierzulande erst nach 30 bis 40 Jahren blühen, machen die Pflanzen auch ohne Blütenstand einiges her: mit ihren schwertförmigen, fleischigen und auch stacheligen Blattrosetten passen sie sehr gut auf Mauervorsprünge, Torpfeiler, Freitreppen, Terrassen oder große Freiflächen.

Die Feige

Mit dem Ficus carica, dem Echten Feigenbaum, holen sich Gärtner nicht nur eine außergewöhnliche Pflanze in den Garten, sondern auch süße Früchtchen.

Im Kübel gepflanzt, hat die Feige viele gute Eigenschaften: sie ist dank ihrer schönen Blätter äußerst dekorativ, einfach zu überwintern, anspruchslos in der Pflege und trägt Früchte. Will man den hübschen Baum pflanzen, sollte man selbstfruchtbare Steckhölzer nutzen und einen warmen, aber nicht zu sonnigen Standort wählen. Dann erfreut die Feige mit breitovalen bis birnenförmigen Früchten und kaum handflächengroßen Blättern, die sich im Herbst schön gelb färben.

Die Palmlilie

Man kennt sie von der berühmten Spinne, die angeblich in ihr wohnt – die Yucca. Als Zimmerpflanze hat sie sich schon lange etabliert, aber auch im Garten sorgt die schöne Schmuckpflanze für einen tollen Akzent. Die immergrüne Palmlilie mag es vollsonnig und warm – dann entfaltet sie ihre ganze Pracht an schwertförmigen Blättern, die in dicht gedrängten Büscheln den dicken Stamm zieren.

Von Eva-Maria Biedenbach

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