Gartenmythen erklärt

Dürfen manche Samen nicht mit Erde bedeckt werden?

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Beim Säen sollte man zwischen Licht- und Dunkelkeimern unterscheiden. Entsprechende Hinweise stehen auf den Samentüten. Foto: Franziska Gabbert

Leidenschaftliche Gärtner lieben Samentüten. Sie können es kaum erwarten zu säen. Doch einige Hinweise auf den Verprackungen verwirren. Dazu gehört der Tipp: Die Samen nicht mit Erde bedecken.

Bonn (dpa/tmn) - Die ersten Gemüse- und Blühpflanzen werden schon zum Winterende hin auf der Fensterbank im Haus vorgezogen. Auf so manchem Samentütchen steht Verwirrendes: Die Samen nicht mit Erde bedecken. Aber wie kann das sein? Wachsen die Pflanzen nicht immer in der Erde?

Nein, und bei den Pflanzen mit dem Vermerk handelt es sich um sogenannte Lichtkeimer. Dazu gehören zum Beispiel Basilikum, Bohnenkraut, Oregano, Estragon, Majoran, Thymian und Zitronenmelisse, erklärt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Anders als bei den Dunkelkeimern darf ihr Saatgut tatsächlich nicht mit Erde bedeckt werden - es wird nur angedrückt. Allenfalls Zeitungspapier ist als Abdeckung gegen Feuchtigkeitsverlust bis zur Keimung erlaubt.

In vielen Fällen erkennt man die Lichtkeimer: Ihre Samen sind klein und leicht, sie haben kaum sogenanntes Nährgewebe. Das hat in der Natur Vorteile: Sie werden oft vom Wind davongetragen und bleiben dann irgendwo auf dem Boden liegen.

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