Welche Schlösser helfen?

Es dem Einbrecher schwermachen: Haustüren nachrüsten

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Die Zahl der Einbrüche in Deutschland ist in den letzten Jahren wieder angestiegen.

Die Haustür ist für Einbrecher nach wie vor die erste Wahl, sich Zutritt in eine Wohnung zu verschaffen. Durch Nachrüstungen können Sie sich besser schützen.

Größte Schwachstelle in jedem Haus ist die Eingangstür. Wie Tobias Enke, der Sprecher der Initiative für aktiven Einbruchsschutz der Deutschen Presseagentur erläutert, wird eine Tür durch zusätzliche Schlösser und Beschläge auch niemals hundertprozentig einbruchssicher. Trotzdem lohnt sich in den meisten Fällen eine einbruchshemmende Verriegelung: In der Regel zieht ein Dieb nach drei bis fünf Minuten wieder von dannen, wenn es ihm nicht gelingt, die Tür in diesem Zeitraum zu öffnen.

Einbruchschutz: Worauf Sie bei Türschlössern achten sollten

Harald Schmidt von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes rät zu Schlössern der Klasse 4. Schlösser mit Mehrfachverriegelungen sind ab Klasse 3 zu empfehlen. Bei einer Angriffswiderstandsklasse 2 sind sie sogar bohrsicher.

Auch Schließzylinder mit Sicherungskarte können hilfreich sein, da auf diese Weise keine Nachschlüssel angefertigt werden können. Laut Enke sollte der Schließzylinder mit einem Schutzbeschlag umschlossen und innen stabil verschraubt sein. Zu einer zusätzlichen Zylinderabdeckung wird ebenfalls geraten.

Welche zusätzlichen Schlösser sind zu empfehlen?

Laut Stiftung Warentest erfüllen Querriegelschlösser ihre Funktion am besten. Sie schützen beide Türseiten und machen ein Zusatzschloss unnötig. Außerdem empfiehlt die Verbraucherorganisation Querriegelschlösser, an denen sich ein Sperrbügel befindet. Die Verriegelung sollte circa 30 Zentimeter unter dem Hauptschloss angebracht werden, da die meisten Einbrecher sich diesem Bereich widmen.

Kastenzusatzschlösser fielen beim Test hingegen durch und auch bei den Stangenschlössern waren nur die Modelle von Econ zufriedenstellend.

Einbruchschutz: Vergessen Sie nicht den Türrahmen

Auch der Türrahmen spielt beim Einbruchschutz eine große Rolle. "Ist er instabil, also nicht fest mit dem Mauerwerk verbunden, lässt er sich leicht aushebeln", betont Enke. Als Lösung dienen Schließbleche, die mehrfach im Mauerwerk verankert sind und drei Millimeter stark sein sollen.

Ein gutes Zusammenspiel macht den Schutz

Letztendlich muss das Schloss auch immer zur Tür passen. Die Stiftung Warentest betont beispielsweise, dass ein Querriegelschloss an einer normalen Tür für guten Schutz sorgt, aber bei einer Altbautür mit zwei Flügeln ein Stangenschloss die bessere Wahl ist. Das Schloss sollte außerdem immer von einem erfahrenen Monteur angebracht werden, da Laien mit den Hinweisen auf der Produktverpackung meist nicht viel anfangen können.

Die KfW fördert Einbruchschutzmaßnahmen mittlerweile auch ab 500 Euro - deshalb kann sich eine Nachrüstung jetzt besonders für Sie lohnen. Hier erfahren Sie mehr zur neuen Förderung.

Von Franziska Kaindl

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