Einfach schlauer heizen

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Heizwärme und warmes Wasser mit der Wärmepumpe erzeugen und in einem Pufferspeicher speichern: So kann man künftig die schwankenden Stromtarife zum Sparen nutzen.

Immer größer wird der Beitrag, den die erneuerbaren Energien für die Stromversorgung leisten. Wie sich diese Energien am sinnvollsten nutzen und speichern lassen, dafür gibt es noch kein vollkommen tragfähiges Konzept.

Denn der Strom aus erneuerbaren Energien hängt stark von der Witterung und der Tageszeit ab.

An sonnigen Tagen oder bei kräftigem Wind liefern Solaranlagen und Windräder mehr Energie als gebraucht wird, während in der Nacht oder wenn kein Wind weht, nicht genügend Strom zur Verfügung steht.

Abhilfe sollen unter anderem die Smart Grids schaffen – das sind intelligente Stromnetze. Sie können mit den Verbrauchern, etwa Elektro-Großgeräten im Haushalt, Daten austauschen. So wird das Netz wahrscheinlich in ein paar Jahren in der Lage sein, zu kommunizieren, wenn Stromüberschüsse zu Niedrigtarifen zur Verfügung stehen oder wenn Ebbe im Netz herrscht und der Strompreis deshalb höher ausfällt. Clevere Verbraucher können damit auf die schwankenden Strompreise im Netz reagieren und künftig bares Geld sparen.

Wärme speichern, wenn der Stromtarif günstig ist

Die Wärmepumpentechnik sorgt für eine besonders effektive Energieausnutzung. Denn nur ein Viertel der benötigten Energie wird für den Betrieb der Wärmepumpe aus dem Stromnetz benötigt, etwa drei Viertel stammen aus Umweltwärme aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser.

Wärmepumpen mit Smart Grid-Technologie können die günstigen Strompreise, die intelligente Netze künftig anbieten werden, bereits heute nutzen und damit beim Sparen helfen. Steht im Netz der Normaltarif zur Verfügung, dann erzeugt die Wärmepumpe eine Normaltemperatur, die zum Beispiel auf 50 oder 35 Grad eingestellt ist.

Wenn günstige Tarife verfügbar sind, erzeugt die Wärmepumpe eine bestimmte Solltemperatur, die über der Normaltemperatur liegt, beispielsweise 65 Grad. Diese höhere Temperatur steht danach im Pufferspeicher auf Vorrat abrufbereit zur Verfügung und kann genutzt werden, wenn die Strompreise höher liegen. Ist der Tarif gerade besonders hoch, liefert der Speicher Energie für Heizung und Warmwasser, während die Wärmepumpe abschaltet und vom Netz geht.

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Nicht nur in der günstigen Wärmeerzeugung, sondern auch in der Glättung der starken Schwankungen in der Stromversorgung wird der Wärmepumpe künftig eine wichtige Rolle zukommen. Während andere Speichertechniken wie Batterien, die Nutzung von Stromüberschüssen für die Erzeugung von Gas oder die Brennstoffzellentechnologie zu teuer, zu ineffizient oder noch nicht ausgereift sind, funktioniert die Wärmeerzeugung und -speicherung mit der Wärmepumpe bereits hervorragend und mit hoher Effizienz. (djd)

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