Einpacken muss sein

Verschiedene Möglichkeiten – ein Ziel: Mit einem gut gedämmten Dach lässt sich viel Geld und Energie sparen. Foto: LBS

Die Wärmedämmung ist der Schwachpunkt vieler Altbauten. Gerade bei der Dachdämmung schlummern mithin enorme Einsparmöglichkeiten, so bauen.de, das Fachportal für Bauherren und Heimwerker.

Wird das Dach zum Wohnraum ausgebaut, gilt das zwar rechtlich als Nutzungsänderung, doch zumeist ist keine Baugenehmigung erforderlich. Es gelten allerdings die strengen Vorschriften der Energieeinsparverordnung (EnEV): Das Dach muss warm eingepackt werden. Bauherren haben drei Möglichkeiten, um eine zeitgemäße Dämmstärke von rund zwanzig bis dreißig Zentimetern zu erreichen.

Zwischensparrendämmung: Die günstige Lösung

Im besten Fall sind die Dachbalken so bemessen, dass genügend Dämmstoff dazwischen passt. Das ist die baulich und finanziell günstigste Lösung. Im Handel gibt es für die Zwischensparrendämmung Dämmkeile aus Mineralwolle, ebenso sind entsprechende Fasermatten oder Platten aus Polystyrol erhältlich.

Untersparrendämmung: zu jeder Jahreszeit möglich

Bei vielen alten Häusern sind die Sparren leider nicht genügend stark. Deshalb muss in vielen Fällen aufgedoppelt werden. Dazu erhalten die Dachbalken auf ihrer Unterseite eine zusätzliche Lattung, die quer oder längst zu den alten Sparren verlaufen kann. Wichtig ist, dass die notwendige Dämmstärke erreicht und das Dach luftdicht wird. Vorteil: die Arbeiten können zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter ausgeführt werden, weil sie stets unter dem Dach stattfinden.

Wer im Hinblick auf die Tragfähigkeit der alten Hölzer sicher sein will, sollte einen Statiker oder Architekten konsultieren. Bei dieser Gelegenheit kann man auch Tipps zum Brandschutz einholen.

Aufsparrendämmung: teurer, aber effizient

Wird eine Neueindeckung ins Auge gefasst, empfiehlt sich eine Aufsparrendämmung. Sie ist zwar die teuerste, aber auch die durchgreifendste Lösung. Hierfür gibt es im Handel auch geprüfte Komplettsysteme, dennoch ist es ratsam, alle Arbeiten einem gelernten Dachdecker zu überlassen.

Da der Preis für das Dämmmaterial, gemessen an den Gesamtkosten, gering ist und das Dach nach oben im wahrsten Sonne des Wortes genug Luft hat, kann die Aufsparrendämmung deutlich dicker ausfallen. Der Mehrpreis wird mit den eingesparten Energiekosten entgolten. (nh)

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