Hitze in der Wohnung mit „Nachtkühle“vertreiben

Behaglich wohnen als Ziel

+
Den Energieverbrauch überprüfen: Geschulte Handwerker nehmen die Immobilie unter die Lupe und geben Sanierungstipps.

Oft genug kann das eigene Zuhause zu einem echten Knackpunkt werden, ohne dass der Bewohner es will: Schimmelpilze an den Wänden oder im Sommer zu hohe Zimmertemperaturen.

 „Die Bewohner kämpfen teilweise mit echten Problemen in ihren Wohnungen. Das muss aber gar nicht sein“, weiß Stefan Rümmele, Projektleiter der Kampagne „Haus sanieren – profitieren“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). In einer Serie gibt die DBU-Kampagne Tipps, wie Schäden am Gebäude und unbehagliches Wohnen einfach vermieden werden können.

Die natürliche Klimaanlage „Nachtkühle“ beispielsweise kann öfter genutzt werden, um Hitze zu vertreiben. Abends die Fenster auf Kühlt sich die Sommertemperatur am Abend ab, heiße es „Fenster auf“. Zum einen finde dann ein Temperaturaustausch statt, und kühle Luft dringt von außen in den aufgewärmten Raum ein. Zum anderen werde die Wohnung durchlüftet, und Feuchtigkeit könne entweichen. Die Lüftung könne an heißen Tagen auch über Nacht andauern. Insektennetze in den Fenstern schützten dabei vor Ungeziefer. Andreas Skrypietz, Energieberater der DBU-Kampagne, rät: „Sonnenschutz wie Rollos oder Jalousien sollten tagsüber herunter gelassen bleiben. Da hat die Hitze erst gar keine Chance, und die natürliche Nachtkühle kann jeden Sommer kostenlos genutzt werden.“

Kostenfreier Check des eigenen Hauses

Eine weitere Möglichkeit, neuralgische Punkte von vornherein zu verhindern, bietet der kostenlose Energie-Check von „Haus sanieren – profitieren“. Diesen führen geschulte Handwerker kostenfrei bei Ein- und Zweifamilienhausbesitzern durch. Alle Bauteile werden nach einem Farbschema von rot bis grün bewertet und nächste Sanierungsschritte erläutert. Weitere Infos und Handwerker, die einen kostenlosen Energie-Check im Rahmen der Kampagne durchführen, finden interessierte Hausbesitzer auch im Internet unter www.sanieren-profitieren.de.

Die DBU fördert die Kampagne mit fünf Millionen Euro und will bis zum Jahr 2011 mit der bundesweiten Initiative 50 000 zusätzliche Sanierungsmaßnahmen im Jahr anstoßen. Das würde zusätzliche Investitionen von einer Milliarde Euro für das Handwerk bedeuten. Dadurch sollen jährlich rund 135 000 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart werden. „Haus sanieren – profitieren“ ist eine der größten Kampagnen in Deutschland – inzwischen organisieren mehr als 200 Handwerkskammern, Kreishandwerkerschaften und Fachverbände Seminare für ihre Betriebe. Die Partnerbetriebe können etwa nach Routinearbeiten an Ein- und Zweifamilienhäusern Gutscheine für den kostenlosen Energie-Check verteilen und ihre Kunden mithilfe des unabhängigen DBU-Infomaterials beraten. (nh)

pdf der Sonderseite zum Energie-Check, Region Fritzlar/Homberg

pdf der Sonderseite zum Energie-Check, Region Schwalm

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.