Tschüss Hotel Mama: Tipps für die erste eigene Wohnung

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Raus aus Hotel Mama, rein in die erste eigene Wohnung. Mit unseren Tipps meistern Sie den Schritt in die Selbständigkeit spielend.

Der Auszug aus dem Elternhaus ist ein wichtiger Meilenstein im Leben eines jeden jungen Erwachsenen. Doch bevor Sie die erste eigene Wohnung genießen können, gilt es einige Hürden zu überwinden. Lesen Sie hier, wie Sie den Weg in Ihr neues Domizil meistern.

Finanzielles: Kosten kalkulieren 

Die schönste Wohnung nützt Ihnen nichts ohne das passende Kleingeld. Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre Einnahmen – sei es Gehalt, BAföG oder finanzielle Unterstützung Ihrer Eltern. Schließlich bezahlen Sie in Ihrer ersten eigenen Wohnung monatlich die sogenannte Warmmiete. Sie setzt sich zusammen aus der Kaltmiete und den Nebenkosten. Letztere umfassen etwa die Betriebskosten für Wasser und Heizung oder die Müllentsorgung. Im Jahr 2015 lagen die Nebenkosten im bundesweiten Durchschnitt bei 2,19 Euro pro Quadratmeter und pro Monat. Als Faustregel gilt: Für die Warmmiete sollten Sie nicht mehr als ein Drittel Ihres monatlichen Nettoeinkommens ausgeben. 

Unterschätzen Sie aber nicht, welche Beträge zusätzlich zur Warmmiete hinzukommen: Stromversorgung, Kabelanschluss, Telefon und Internet kosten extra. Zudem müssen Sie knapp 18 Euro im Monat für die Rundfunkgebühr überweisen.

Dazu kommt die einmalige Kaution, die in der Regel drei Monatskaltmieten beträgt und Ihr Vermieter auf einem Sparbuch anlegt. Damit Sie diese hohe Summe rechtzeitig vor Ihrem Einzug haben, sollten Sie früh anfangen zu sparen. Oder Sie behelfen sich, indem Sie Geld leihen oder hier einen Kredit bei einer Direktbank aufnehmen. Mit manchen Vermietern können Sie auch eine Ratenzahlung vereinbaren. So schonen Sie Ihren Geldbeutel, bevor Sie in Ihre erste eigene Wohnung ziehen.

Wohnung suchen und besichtigen 

Gerade in Metropolen wie Hamburg oder München fehlt günstiger Wohnraum. Recherchieren Sie daher auf mehreren Immobilienportalen im Internet. Oftmals finden Sie auch über spezielle Gruppen in s ozialen Netzwerken wie Facebook die eine oder andere Wohnung. Hören Sie sich zudem im Bekannten- und Freundeskreis um sowie bei Ihren Kollegen. Denn viele Vermieter inserieren Ihre Wohnungen nicht, sondern vergeben sie unter der Hand.

Haben Sie eine Einladung zu einem Besichtigungstermin, bereiten Sie sorgfältig eine Mappe mit allen nötigen Papieren vor. Dazu gehören in der Regel:

  • Mieterselbstauskunft,
  • Einkommensnachweise,
  • SCHUFA-Auskunft
  • und eventuell ein Bürgschaftsformular der Eltern.
Nehmen Sie Ihre Unterlagen zur Besichtigung mit und übergeben Sie diese direkt an den Vermieter oder Makler. So hinterlassen Sie einen guten Eindruck und verschaffen sich von Anfang an einen Vorteil gegenüber anderen Interessenten. 

Achten Sie bei der Besichtigung auf den Zustand der Wohnung – etwa, ob Türgriffe defekt sind oder Fußboden und Wände beschädigt sind. Notieren Sie Mängel, um diese später zusammen mit dem Vermieter oder Makler im Wohnungsübergabeprotokoll festzuhalten.

Die erste eigene Wohnung einrichten

Haben alle Parteien den Mietvertrag unterschrieben, trennt Sie nur noch der Umzug von den eigenen vier Wänden. Legen Sie sich eine Liste mit allen wichtigen Aufgaben an, die Sie erledigen müssen, und arbeiten Sie diese konsequent ab. 

Steht Ihr Hab und Gut sicher in Ihrer ersten eigenen Wohnung, beginnt der schöne Teil – Sie richten sich nach Ihren eigenen Vorstellungen ein. Doch was tun, wenn Ihren großen Gestaltungswünschen ein kleines Budget gegenübersteht? Üben Sie sich in Geduld und bauen Sie Ihr Wohnungsinventar langsam auf, bevor Sie viel Geld in neues Mobiliar investieren. 

Schauen Sie sich auch nach gebrauchten Möbeln auf dem Flohmarkt um. Hier finden Sie wahre Schmuckstücke für wenig Geld. Eine Umfrage unter Freunden und Verwandten bringt häufig Besteck, Geschirr oder andere nützliche Gegenstände zum Vorschein. So reduzieren Sie Ihre Ausgaben für Ihre erste eigene Wohnung.

Ihre neue Adresse melden 

Denken Sie daran, das Einwohnermeldeamt spätestens zwei Wochen nach Ihrem Umzug über Ihren Ortswechsel zu informieren. Dazu sind Sie gesetzlich verpflichtet. Sie müssen sich zudem bei Ihrem Energieversorger anmelden, damit Sie Strom oder Gas beziehen. Das Gleiche gilt für Ihren Internet- und Telefonanschluss in Ihrer ersten eigenen Wohnung, sofern noch nicht geschehen. 

Teilen Sie zudem Ihrer Bank, Krankenkasse, Arbeit oder Universität Ihre neue Adresse mit. Viele Unternehmen und Institutionen bieten die Möglichkeit, Ihre Kontaktdaten online zu ändern – das erspart zeitintensive Telefonate, Briefe und Besuche.

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