Das erste Gemüse

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Nur leicht andrücken: Florian Smolka achtet darauf, dass die Speisezwiebeln nach der Aussaat genug Tageslicht bekommen.

So warm und sonnig es bisweilen schon ist, die Pflanzzeit geht erst nach den Eisheiligen so richtig los.

 

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Viele Gartenfreunde halten sich an die volkstümliche Wetterregel, dass man noch bis zur „kalten Sophie“ (15. Mai) mit Nachtfrost rechnen sollte – und der könnte kälteempfindlichen Pflänzchen sofort den Garaus machen. Kleingärtner Florian Smolka hat in dieser Woche deshalb nur Gemüsepflanzen gesetzt, denen Kälte nicht so viel ausmacht: Speisezwiebeln und Radieschen.

„Wenn es Ende April nochmal kalt werden sollte, dann macht das diesen Pflanzen nichts aus“, sagt der 49-Jährige. Voraussetzung, um erfolgreich Gemüse zu pflanzen, sei ein gut vorbereitetes Beet. „Der Boden sollte bereits umgegraben und gedüngt sein, am besten mit Kompost vom Vorjahr“, betont Florian Smolka, der im Kleingartenverein Dönche seit einem Vierteljahrhundert eine 420 Quadratmeter große Parzelle bewirtschaftet.

Radieschen keimen nur bei Dunkelheit

Nachdem das Beet vorbereitet ist, empfiehlt er für das Aussäen von Radieschen fingerdicke Rillen in die Erde zu ziehen, zum Beispiel mit einem Besenstiel. „Radieschen sind Dunkelkeimer“, erklärt er, „das heißt, sie sollten nach dem Ausbringen in die etwa eins bis zwei Zentimeter tiefen Rillen wieder mit Erde bedeckt werden, da sie nur bei Dunkelheit keimen.“ Der Kleingärtner achtet darauf, dass er die Samen relativ dünn ausstreut, damit die späteren Pflanzen ausreichend Platz haben.

Zwiebeln sind Lichtkeimer

Zwiebeln hingegen zählen zu den Lichtkeimern. „Deshalb sät man sie direkt auf der Erdoberfläche und drückt sie nur leicht in den Boden, sodass sie genügend Tageslicht bekommen“, sagt Florian Smolka, der zehn bis 15 Zentimeter Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen lässt. Während Radieschen etwa vier bis sechs Wochen benötigen, können die ersten Zwiebeln voraussichtlich bereits in zwei bis drei Wochen geerntet werden. „Die Witterungsbedingungen sind aktuell so gut, dass man ihnen beim Wachsen förmlich zusehen kann“, sagt er. E In der kommenden Woche dreht sich in Florian Smolkas Kleingarten alles um das Thema Kompost.

Von Sebastian Schaffner

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