EU-Norm gibt Empfehlungen zur Tageslichtversorgung in Räumen

Bitte etwas heller

Fensterkombinationen sorgen für eine hohe Tageslichtausbeute bei gleichzeitig geringerem Aufwand für die Montage.
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Fensterkombinationen sorgen für eine hohe Tageslichtausbeute bei gleichzeitig geringerem Aufwand für die Montage.

Je lichtdurchfluteter ein Raum ist, desto wohler fühlen sich die Menschen darin. Die Versorgung mit Tageslicht hat direkten Einfluss auf die Stimmung im Zuhause. Besonders helle Räume etwa können unser Wohlbefinden steigern.

Das hat auch der Gesetzgeber erkannt und deshalb entsprechende Rahmenbedingungen vorgegeben: Die neue EU-weite Norm DIN EN 17037 soll die ausreichende Versorgung mit Tageslicht in Gebäuden sicherstellen.

Laut der EU-Empfehlungen soll in der Hälfte der Tageslichtstunden in 50 Prozent eines Raums eine Helligkeit von mindestens 300 Lux erreicht werden. Bei Räumen mit Oberlichtern sollen sogar in 95 Prozent eines Raums 300 Lux herrschen. Mit diesem Wert beschreiben Fachleute die Beleuchtungsstärke pro Quadratmeter Grundfläche. Das klingt kompliziert – und tatsächlich ist es nicht leicht, die dafür benötigten Fenstergrößen zu ermitteln. Abhilfe bietet Bauherren und Modernisierern eine einfach anzuwendende Faustformel: Eine Testreihe mit verschiedenen Musterräumen zeigte, dass eine Fensterfläche von 20 bis 25 Prozent der Grundfläche eines Raums fast immer ausreicht, um die Tageslichtnorm zu erfüllen.

„Diese Faustregel ermöglicht es, sich der Norm möglichst praktikabel anzunähern“, erklärt Katrin Winkler, Expertin für Architektur und Tageslicht bei einem großen Dachfensterhersteller. „Bisher verlangten die Landesbauordnungen Fenstergrößen von 10 bis 12,5 Prozent der Grundfläche. Eine gute Versorgung mit Tageslicht ist mit diesen Werten allerdings kaum zu erreichen.“

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Anstatt mit mehreren einzelnen Fenstern die EU-Norm zu erfüllen, können Hauseigentümer auf Fensterkombinationen zurückgreifen. Eine Lösung für das Dachgeschoss kann beispielsweise ein Studio-Fenster sein. Es vereint in einem Rahmenelement zwei zu öffnende Fensterflügel und ein feststehendes mittleres Fensterelement, welches schon vormontiert ist. Der Arbeitsaufwand für die Montage ist deshalb fast so gering wie beim Einbau eines Einzelfensters, obwohl es sich um drei Fensterflächen handelt.  djd

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