Fenster feiner, Heizung kleiner

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Erst die Fenster, dann die Heizung: Wer modernisiert, sollte sein Haus erst dämmen und dann eine neue Heizungsanlage installieren.

Sind das Eigenheim oder die Wohnung aus den 1980er-Jahren oder noch älter und die Nebenkosten viel zu hoch, ist eine energetische Modernisierung sinnvoll. Dabei gilt: Zuerst Fenster und Fassade auf Vordermann bringen, dann kann die Heizung viel kleiner und vor allem billiger ausfallen.

Die Einhaltung der richtigen Reihenfolge sei entscheidend, da sich der Heizwärmebedarf durch neue Fenster und eine verbesserte Fassadendämmung erheblich reduziere. „Danach sollte die Heizung an die Reihe kommen, die dann oft viel günstiger dimensioniert werden kann“, sagt VFF-Geschäftsführer Ulrich Tschorn.

Ein geringer Energieverbrauch sei die beste Voraussetzung für den Einsatz erneuerbarer Energien und mache meist sogar fossile Brennstellen überflüssig. „Jede andere Reihenfolge bei der Modernisierung macht keinen Sinn, weil auch die Wärme einer neuen Heizungsanlage durch alte Fenster und eine undichte Gebäudehülle ungenutzt in den Garten entweicht“, erklärt Tschorn. Außerdem bringe eine modernisierte Gebäudehülle komfortable Zusatznutzen: Diese reichten von angenehmeren Oberflächentemperaturen der Fenster über Schallschutz, Einbruchhemmung, Sonnenschutz und bessere Lüftungsmöglichkeiten bis hin zur Barrierefreiheit.

Schritt für Schritt

Wer energetisch modernisiert, spart doppelt, wenn er nach folgender Reihenfolge handelt:

1. Analyse durch Energieberater – erhältliche Zuschüsse nicht vergessen

2. Maßnahmen planen, Kosten zusammenstellen und Förderung beantragen

3. Planung der Dämmung

4. Fensterplanung – Anschlüsse für Dämmung im Laibungsbereich berücksichtigen

5. Individuelle Ausstattung – zum Beispiel Einbruchhemmung, Lichtlenkung und Barrierefreiheit

6. Erneuerung der Fenster

7. Erneuerung der Dämmung

8.  Planung und Erneuerung der Heizung entsprechend dem neuen Verbrauch (djd)

PDF der Sonderseiten "Bauen und Modernisieren"

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