Mit Fenstern Energie sparen – und gewinnen

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Um den heutigen Ansprüchen an Energieeffizienz zu genügen, müssen Fenster in erster Linie gut gedämmt sein. Doch moderne Modelle können noch mehr: Eine spezielle Verglasung ermöglicht es, solare Energiegewinne zu erzielen.

Um den heutigen Ansprüchen an energieeffizientes Bauen zu genügen, müssen Fenster in erster Linie über eine gute Wärmedämmung verfügen. Doch moderne Modelle können mehr: Dank einer speziellen Verglasung werden auftreffende Sonnenstrahlen im Raum „eingefangen“ – und Energiegewinne erzielt.

Energieeffizienz und Nachhaltigkeit nehmen bei Branche einen immer höheren Stellenwert ein. Sowohl für den Neubau als auch bei Sanierungen gelten aktuell die Vorschriften der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009), in der verbindliche Angaben zum jeweils zulässigen Energieverbrauch eines Gebäudes gemacht werden. Um diesen möglichst gering zu halten, müssen alle Bestandteile der Gebäudehülle mit einer entsprechenden Wärmedämmung ausgestattet sein.

Für Fenster, die Fassade, Keller und Dach an bestimmten Stellen „durchbrechen“, gilt das in besonderem Maße. Daher verfügen moderne Fenster heute nicht nur über eine hervorragende Wärmedämmung: Zuweilen tragen sie sogar dazu bei, Energie zu gewinnen. Das Fenster reduziert dabei etwaige Wärmeverluste auf ein Minimum. Das liegt einerseits am hochdämmenden Fensterprofil, andererseits an einer speziellen 3-Scheiben-Verglasung, die einen sehr niedrigen Wärmedurchgangskoeffizienten von 0,6 W/m2K aufweist. Der U-Wert des gesamten Fensters ist mit 0,80 W/m2K bei der Standardausführung ebenfalls sehr gering. Zur Erklärung: Der U-Wert ist beim Fenster die wichtigste energetische Kennzahl. Je kleiner sie ist, desto besser ist die Wärmedämmung.

Neben einer guten Wärmedämmung bringt das neue Fenstermodell noch einen weiteren wichtigen Vorteil mit sich: Dank der beschichteten Glasscheibe wird die Wärme nicht nur im Raum gehalten, sondern gewissermaßen auch „von außen zugeführt“, da die Strahlungsenergie der Sonne in hohem Maße an den Raum weitergeleitet wird. Gemeint sind damit bis zu 60 Prozent der auf die Scheibe auftreffenden Sonnenenergie. Da die Sonne im Winter niedriger steht, ist der Energieeintrag in der dunklen Jahreszeit größer als im Sommer. Bei entsprechender Planung wird das Fenster folglich zum Energiegewinnfenster, das an einem sonnigen Tag mehr Energie einbringt, als über das Fensterelement verloren geht und somit hilft, Heizkosten einzusparen. Aufgrund der hohen raumseitigen Oberflächentemperatur der Verglasung entsteht weniger bis gar kein Kondenswasser an der Scheibe und auch die so genannte Konvektion – Zugerscheinungen, die aufgrund kalter Oberflächen entstehen – wird in der Regel vermieden. So lässt sich umfassender Wohnkomfort bis unmittelbar vor die Glasscheibe schaffen.

Das Profil besitzt neben seiner guten Wärmedämmung eine zweite entscheidende Eigenschaft: Es besteht aus einem Faserverbundmaterial, das dem Fenster eine enorme Stabilität verleiht. So können größere Fensterelemente mit größeren Glasflächen realisiert werden, was den Energieeintrag positiv beeinflusst und helle, Licht durchflutete Räume schafft. Zudem erreicht das neue Fenstermodell die Schallschutzklasse 5 mit einer Verglasung von 50 dB Schalldämmung.

Die nötige Sicherheit vor Langfingern bieten die stabilen Profile in Kombination mit einbruchhemmenden Pilzzapfen, die zusammen für einen verbesserten Schutz sorgen – selbst beim Einsatz von Zangen, Keilen oder Schraubendrehern. (tdx)

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