Fernseher gegen Beamer

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Wie im Kino: Filme in 3D kann man mit dem richtigen Fernseher und der passenden Brille jetzt auch zu Hause schauen.

Sowohl Sportfans als auch Cineasten setzen für die große Unterhaltung zu Hause auf entsprechend große Bilder. Fernseher mit Diagonalen jenseits der 50 Zoll sind keine Seltenheit mehr, echtes Kinogefühl gibt es aber nach wie vor nur per Beamer. Aber welche Variante ist die bessere?

Vor schlechten Bildern müssen Käufer eines Projektors keine Angst mehr haben –unter einer Voraussetzung: „Heutige Beamer sind erstaunlich kontrastreich und richtig gut, wenn es recht dunkel im Zimmer ist“, erklärt Jürgen Nadler von der Stiftung Warentest. „Bei hellerem Umgebungslicht sind TV-Geräte dagegen besser.“

Internet-TV nur über den Fernseher möglich

Beim Beamer kommt als Problem hinzu, dass er nur das Bild liefert. Für den Ton muss der Besitzer zusätzlich Verstärker und Lautsprecher anschließen, alles Zubehör aufbauen und das Zimmer abdunkeln. „Für technisch unversierte Nutzer ist ein Fernseher zu empfehlen, da ist alles drin: Lautsprecher, Empfänger und der Bildschirm zur Wiedergabe“, rät der Tester.

Ein weiterer Vorteil der Fernseher sind Zusatzfunktionen, die Beamer nicht bieten können – darunter zum Beispiel Internet-TV. „Hier herrscht bereits ein riesiges Angebot, das Zugriff unter anderem auf Mediatheken der Fernsehsender und Youtube erlaubt“, erklärt der Experte. Wer solche Funktionen nutzen will, braucht einen sogenannten Smart TV.

Beim Fernseherkauf sollte man auf die richtigen Features achten: Wichtig sei zum Beispiel der sogenannte Triple Tuner, der digitales Fernsehen per Antenne (DVB-T), Kabel (DVB-C) oder Satellit (DVC-S) empfängt.

Sowohl bei Fernsehern als auch bei Beamern locken die Hersteller mit 3D-Funktionen. Verbraucher haben die Wahl zwischen Shutter- und Polfiltertechnik. Bei der räumlichen Bilddarstellung bietet die Shutter-Technik Full-HD-Auflösung mit 1920 mal 1080 Pixeln. Allerdings sind die dafür benötigten Brillen relativ teuer. Außerdem kann die Synchronisation zwischen Brille und Fernseher abreißen, dann verschwindet das 3D-Bild. Bei Polfilter-Geräten halbiert die Technik die Auflösung des Bilds, dadurch sinkt die Bildqualität merklich. Dafür sind die dazugehörigen Brillen deutlich günstiger.

Bei 3D-Beamern setzen die Hersteller fast ausschließlich auf Shutter-Technik. Oft spricht die Industrie dabei von 3D-Ready-Geräten – für Brillen und Transmitter müssen Verbraucher extra bezahlen.

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