"Finanztest": Beim Gas lohnt sich der Wechsel

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Wer von der Grundversorgung in einen anderen Tarif wechselt, kann viel Geld sparen. In Leipzig etwa können das bis zu 847 Euro pro Jahr sein. Foto: Patrick Pleul

Berlin (dpa/tmn) - Deutsche Gaskunden können bei einem Tarifwechsel bis zu 847 Euro pro Jahr sparen. Das hat eine Berechnung der Zeitschrift "Finanztest" ergeben. Beim Einsparpotenzial gibt es jedoch regional starke Unterschiede. Bonus-Angebote sollten Verbraucher genau prüfen.

Ein Wechsel des Gasanbieters kann mehrere Hundert Euro Ersparnis bedeuten. "Finanztest" (Ausgabe 11/2014) hat in 41 deutschen Städten für einen Beispielhaushalt mit 20 000 Kilowattstunden Jahresverbrauch den Wechsel aus der Grundversorgung berechnet. In Leipzig könnten Verbraucher demnach bis zu 847 Euro pro Jahr sparen, wenn sie aus der Grundversorgung in den günstigsten verfügbaren Tarif wechseln würden. In Schwerin lag die Ersparnis bei 685 Euro, in Saarbrücken bei 547 Euro, in Trier bei 532 Euro.

In den größten deutschen Städten betrug die Ersparnis 388 Euro in Berlin, 337 Euro in Hamburg, 330 Euro in München, 355 Euro in Köln und 564 Euro in Frankfurt am Main.

Verbraucher können für den Wechsel Vergleichsportale im Internet nutzen: Die "Finanztest" empfiehlt Check24 und Verivox. Gut sei, immer auf beiden Webseiten zu vergleichen. Dabei sollten Verbraucher aber nicht mit den Voreinstellungen suchen, sondern selbst Filter setzen, damit wichtige Kriterien erfüllt werden. Dazu gehört zum Beispiel die Anschlusslaufzeit. Es werden keine Tarife empfohlen, die sich automatisch um zwölf Monate verlängern. Denn im zweiten Vertragsjahr habe der Kunde keine Preisgarantie mehr: Steigen die Preise zu stark, habe er dann nur ein kurzes Sonderkündigungsrecht. Besser seien also monatlich kündbare Angebote im zweiten Vertragsjahr.

Bei Angeboten mit Bonus gilt es abzuwägen. Der Bonus macht den Tarif meist nur im ersten Jahr günstig. Grundsätzlich sollten Grund- und Kilowattstundenpreis auch ohne den Bonus günstig sein, daher auch ohne ihn berechnet und verglichen werden. Verzichten sollten Verbraucher auf Verträge mit Vorauskasse.

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