Schritt-für-Schritt-Anleitung

Flaschengarten – auch ohne grünen Daumen eine außergewöhnliche Deko-Idee

Flaschengarten mit Sukkulenten, Fahn und anderen Pflanzen.
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Ein Flaschengarten sieht nicht nur schön aus, er ist auch sehr pflegeleicht. Wie Sie sich Ihren eigenen Mini-Garten anlegen können, erfahren Sie hier.

Für ausgefallene Pflanzen-Dekoration braucht es nicht zwingend einen grünen Daumen. Mit einem Flaschengarten holen Sie sich eine pflegeleichte Variante ins Haus.

Ein Flaschengarten ist eigentlich nichts anderes als ein in sich geschlossenes Biotop. Und das Beste daran: Sie müssen gar nicht viel dafür tun. Die Pflanzen in dem kleinen Garten können sich selbst mit dem nötigsten versorgen. Auf die Idee kam der Brite David Latimer. Er gab ein Substrat und Pflanzensamen in ein dichtes Gefäß und öffnete es im Laufe der Jahre nur ganz selten. Dadurch zeigt sich, wie pflegeleicht der Flaschengarten ist. Ideal also für alle ohne grünen Daumen, die dennoch eine schöne Pflanze im Zimmer stehen haben wollen.

Das einzige, woraus Sie tatsächlich achten sollten, ist der passende Standort. Wichtig ist, dass die Pflanzen an einem hellen Ort stehen und genügend Licht bekommen. Dabei sollten auch darauf geachtet werden, den Behälter hin und wieder zu drehen. Schließlich soll nicht nur eine Seite der Pflanze ausreichend Sonnenlicht aufnehmen. Wir verraten, wie Sie den Flaschengarten anlegen.

Flaschengarten anlegen: Material und geeignete Pflanzen

Zum Anlegen des Flaschengartens benötigen Sie folgende Materialien:

  • Glasbehälter zum Verschließen
  • Materialien zum Bau einer Drainage (z.B. Kies oder Lavasteinchen)
  • Nährstoffarme Erde
  • Holzkohle
  • Dekoration nach Wahl
  • Destilliertes Wasser

Hauptbestandteil des Flaschengartens sind natürlich die kleinen Pflanzen. Diese Sorten eigenen sich:

Sukkulenten eignen sich übrigens auch für einen Flaschengarten. Hier ist allerdings zu beachten, dass diese Arten es lieber trockener mögen und dadurch besser in einem offenen Glasgefäß aufgehoben sind.

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Flaschengarten anlegen – Anleitung

  1. Zunächst sollte der Glasbehälter ausgiebig gereinigt werden.
  2. Um Staunässe im Behältnis zu verhindern, wird dieses nun mit einer Drainage-Schicht befüllt.
  3. Anschließend geben Sie etwas Holzkohle obendrauf und schließen mit einer Schicht Erde ab. Diese sollte maximal fünf Zentimeter betragen.
  4. Setzen Sie die kleine Pflanze nun in die Erde und drücken Sie sie fest.
  5. Für die optische Verschönerung des Flaschengartens können Sie außerdem etwas Dekoration hinzugeben.
  6. Abschließend wird die Pflanze mit destillierten, handwarmen Wasser gegossen und der Behälter luftdicht verschlossen.

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Pflanzen im Flaschengarten richtig pflegen

Auch wenn der Flaschengarten grundsätzlich selbstversorgend und pflegeleicht ist, lohnt es sich, ihn im Blick zu halten. Krankheiten oder Schädlingsbefall können so schnell behandelt werden. Achten Sie beispielsweise auf den Feuchtigkeitsgehalt im Behälter. Morgens wird er von innen beschlagen sein. Die Tröpfchen sollten aber im Laufe des Tages trocknen. Ist dem nicht so, sollten Sie das Behältnis für eine Weile öffnen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Andernfalls könnte sich schnell Schimmel im Flaschengarten bilden. (swa)

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Was der Kaktus wirklich braucht

Auch Rebutien (hier: Rebutia fabrisii) gehören zu den Vorzeigeblühern unter den Kakteen. Sie gedeihen am besten in einem grobkörnigen Untergrund, durch den Wasser gut abfliesen kann. Foto: Andreas Hofacker/Deutsche Kakteen-Gesellschaft e.V./dpa-tmn
Auch Rebutien (hier: Rebutia fabrisii) gehören zu den Vorzeigeblühern unter den Kakteen. Sie gedeihen am besten in einem grobkörnigen Untergrund, durch den Wasser gut abfliesen kann. Foto: Andreas Hofacker/Deutsche Kakteen-Gesellschaft e.V./dpa-tmn © Andreas Hofacker
Winterharte Kakteen können die kalten Tage auch gut im Freien verbringen. Foto: Hans Frohning/Deutsche Kakteen-Gesellschaft e.V./dpa-tmn
Winterharte Kakteen können die kalten Tage auch gut im Freien verbringen. Foto: Hans Frohning/Deutsche Kakteen-Gesellschaft e.V./dpa-tmn © Hans Frohning
Zur Bildung einer Blüte braucht der Kaktus (im Bild der Igelsäulenkaktus Echinocereus bonkerae) für eine gewisse Zeit eine Ruhephase und weniger Wasser. Foto: Hans Frohning/Deutsche Kakteen-Gesellschaft e.V./dpa-tmn
Zur Bildung einer Blüte braucht der Kaktus (im Bild der Igelsäulenkaktus Echinocereus bonkerae) für eine gewisse Zeit eine Ruhephase und weniger Wasser. Foto: Hans Frohning/Deutsche Kakteen-Gesellschaft e.V./dpa-tmn © Hans Frohning
Mammillarien, hier die Sorte Mammillaria hahniana, erblühen besonders farbenfroh. Foto: Andreas Hofacker/Deutsche Kakteen-Gesellschaft e.V./dpa-tmn
Mammillarien, hier die Sorte Mammillaria hahniana, erblühen besonders farbenfroh. Foto: Andreas Hofacker/Deutsche Kakteen-Gesellschaft e.V./dpa-tmn © Andreas Hofacker
Es gibt unzählige Kakteen aus unzähligen Orten der Welt - ebenso vielfältig sind ihre Bedürfnisse und Ansprüche an die Pflege (Bild: Gedrückter Warzenkaktus, Mammillaria compressa). Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Es gibt unzählige Kakteen aus unzähligen Orten der Welt - ebenso vielfältig sind ihre Bedürfnisse und Ansprüche an die Pflege (Bild: Gedrückter Warzenkaktus, Mammillaria compressa). Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © Andrea Warnecke
Selten, aber es gelingt mit der richtigen Pflege: Mancher Kaktus (im Bild: Mammillaria meridiorosei) erblüht zu einer richtigen Schönheit. Foto: Hans Frohning/Deutsche Kakteen-Gesellschaft e.V./dpa-tmn
Selten, aber es gelingt mit der richtigen Pflege: Mancher Kaktus (im Bild: Mammillaria meridiorosei) erblüht zu einer richtigen Schönheit. Foto: Hans Frohning/Deutsche Kakteen-Gesellschaft e.V./dpa-tmn © Hans Frohning

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