Fünf Tipps für das Kündigungsschreiben

Damit alles reibungslos bei der Kündigung der Mietwohnung klappt und dem sorgenfreien Start andernorts nichts mehr im Wege steht, muss die alte Bindung gekappt werden.

Bevor es an das Kistenpacken geht, muss der Vermieter darüber informiert werden, dass das Mietverhältnis aufgelöst wird. Diese fünf Tipps für das Kündigungsschreiben sollen dabei helfen, dieses Stück Papier schnell und rechtsverbindlich anzufertigen.

  1. Wer ein Kündigungsschreiben aufsetzt, muss darauf achten, dass dieses Dokument alle erforderlichen Daten beinhaltet. Das bedeutet, dass das Mietobjekt genau beschrieben werden muss: Handelt es sich dabei um ein privat oder ein gewerbliches genutztes Objekt, eine Wohnung oder ein Haus und in welcher Lage befindet es sich (Adresse). Darüber hinaus ist es wichtig, den Beginn des Mietverhältnisses im Kündigungsschreiben anzugeben. Daraus leitet sich auch ab, ob es sich um eine ordentliche Kündigung handelt oder ob eine Sonderkündigungsregelung anvisiert wird, die mit entsprechenden Gründen auch belegt werden muss. Das Kündigungsschreiben erhält mit Datum und Unterschrift den offiziellen Charakter. Wer all diese Daten zur Verfügung hat, kann diese in dieses Online-Formular eintragen und anschließend die fertige Kündigung ausdrucken, unterschreiben und verschicken.
  2. Wer das Kündigungsschreiben aufsetzt, muss sich klar darüber sein, ob es sich um eine ordentliche oder eine vorzeitige Kündigung handelt. Je nachdem welche Kündigungsoption gewählt wird, muss diese mit entsprechenden Belegen untermauert werden. Meist muss in diesen strittigen Fällen ein Gericht entscheiden, ob eine außerordentliche Kündigung rechtens ist. Ein unbefristeter Mietvertrag kann beispielsweise dann vorzeitig gekündigt werden, wenn erhebliche Mängel in der Wohnung deutlich sind. Ein befristeter Vertrag kann unter anderem dann gekündigt werden, wenn eine gesundheitliche Gefährdung in der Wohnung besteht.
  3. Optionale Inhalte des Kündigungsschreibens können der Kündigungsgrund sein, die Bitte um Bestätigung, dass der Vermieter die Kündigung des Mieters erhalten hat oder etwaige Hinweise zum Auszugsdatum, zu Abrechnung, Übergabe etc. Diese Angelegenheiten können selbstverständlich auch mündlich mit dem Vermieter geklärt werden. Hier entscheidet immer das bisherige Verhältnis darüber, welcher Ton bei der Trennung angeschlagen wird
  4. Grundsätzlich gilt: Eine Kündigung muss in schriftlicher Form (idealerweise mithilfe des rechtsverbindlichen Online-Formulars unter Punkt 1.) vorliegen und unterschrieben sein. Faxe und E-Mails gelten laut der aktuellen Rechtsprechung ebenso wenig wie mündliche Kündigungen oder etwa eine Kündigung via Kurznachricht aufs Handy. Diese unqualifizierten Kündigungsversuche würden vor keinem Gericht standhalten.
  5. Wer stets einen guten Draht zum Vermieter hatte, kann durchaus bereits im Vorfeld mit diesem sprechen, dass eine Kündigung des Mietvertrages ansteht, wenn beispielsweise der Umzug in ein Eigenheim geplant ist. Rechtskräftig wird die Kündigung indes erst in der schriftlichen Form. Allerdings ermöglicht die Vorwarnung es dem Vermieter, sich nach einem Nachmieter umzusehen. Und auch der Mieter selbst könnte daraus einen Vorteil ziehen: Falls er die Wohnung nicht wieder in den Ursprungszustand versetzen möchte, findet sich vielleicht ein Nachmieter, der die bunte Wandbemalung ebenso schätzt. Das spart letztlich Zeit und Geld.

Fünf Kündigungen im Leben sind normal

Im Durchschnitt schreibt jeder Deutsche circa fünfmal seine Kündigung bzw. zieht fünfmal um (wovon davon auszugehen ist, dass der Auszug aus „Hotel Mama“ nicht etwa mit einer formalen Kündigung einhergeht). Doch warum ziehen Menschen eigentlich um? Laut einer Statistik ist meist der Zusammenzug mit dem Partner der Grund für den Umzug:

Umzugsgründe in Deutschland


Doch zeigt die Statistik auch, dass der Jobwechsel, der Umzug in ein Eigenheim oder eine schönere Immobilie ebenso wie Veränderungen in der familiären Lebenssituation Gründe für einen Umzug sein können. Um zu sparen, zogen indes die wenigsten um, obgleich die Spirale der Mietpreise sich unaufhörlich in die Höhe dreht. Inhaltlich betrachtet ziehen Beamte im Übrigen am häufigsten um, dicht gefolgt von Facharbeitern und Angestellten. Hausfrauen bilden indes das Schlusslicht.

Rubriklistenbild: © nikolapeskova pixabay.com

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