Das Grün garantiert den Ausgleich

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Für die Stunden der Muße: Das Ehepaaqr Paul hat in seinem garten zahlreiche liebevoll gestaltete Sitzplätze eingerichtet - dieser im hinteren teil des Gartens.

2200 Quadratmeter aus denen man Kraft schöpfen kann. So sieht Günther Paul seinen Garten. Der passionierte Hobbygärtner und seine ebenso gartenbegeisterte Frau beschäftigen sich seit rund 20 Jahren mit ihrer grünen Oase. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen.

Davon überzeugen sich jährlich mehr als 400 Besucher beim Tag der offenen Gartenpforte. „Es ist sehr spannend und ich freue mich, dass so viele Interessierte unseren Garten sehen wollen“; sagt Günther Paul, „aber diese Tage sind auch recht anstrengend.“ Sogar das Fernsehen war schon bei der Familie zu Gast.

In ihren Garten stecken die Pauls fast ihre ganze Freizeit. „Zu den Hochzeiten im Mai und Juni und im Herbst, wenn wir alles winterfest machen, sind wir jeden Abend im Garten. Nach der Arbeit geht es dann noch mal raus – auch wenn es ungemütlich ist“, erklärt Karin Paul.

Traumhafter Garten im Edertal

Gerade zur Hauptpflanzzeit im Frühjahr haben die Pauls alle Hände voll zu tun: Pflanzen nachsetzen, die den Winter nicht überstanden haben, Dahlienzwiebeln in der Erde versenken und den ersten Unkrautjätedurchgang machen. Im Herbst geht es wieder andersrum: Die Kübelpflanzen müssen ins Winterquartier, empfindliche Pflanzen brauchen einen Winterschutz und „wenn der erste Frost angekündigt ist, müssen die Dahlienzwiebeln schnell wieder raus“, sagt Karin Paul.

Der Garten der Pauls ist in farbliche Bereiche eingeteilt: Hier blüht es ausschließlich weiß, dort werden gelbe und bräunliche Blüten von blau akzentuiert. Pink kommt in dem Garten im Edertal so gut wie gar nicht vor. „Das ist einfach nicht unsere Farbe“, sagt Karin Paul. Dafür leuchten zartgelbe, dunkelrote und schon fast schwarze Dahlien im spätsommerlichen Garten um die Wette.

Dahlien für den Mann – Rosen für die Frau

„Dahlien sind die Lieblingsblumen meines Mannes, daher haben wir auch so viele – etwa vierzig unterschiedliche“, erklärt Karin Paul. Ihre Lieblingsblumen sind dagegen Rosen. Rund achtzig verschiedene Rosensorten tummeln sich in ihrem Garten. "Allerdings muss mein Mann den Schnitt übernehmen, er hat kein Mitleid. Aber das brauchen die Rosen. Alles Weitere übernehme ich dann“, erklärt die Hobbygärtnerin. Die etwa 100 verschiedenen Stöcke blühen den ganzen Sommer über.

Federvieh aus unterschiedlichem Material

Wichtig ist dem Paar, dass kleine Details ihren Garten interessant machen. So haben sie die frühere Nutzung als Schaf- und Hühnerwiese aufgegriffen. Hühner aus Keramik, Eisen und aus geformten Pflanzen begegnen Interessierten immer wieder. Auch der Miniteich in einem Blechbottich setzt Akzente in der grünen Oase. Darüber hinaus soll der Garten Insekten und kleinen Wildtieren ein zuhause bieten – jedes Jahr bleibt ein großes Stück Rasenfläche als Wiese stehen und bietet Bienen, Schmetterlingen und weiteren nützlichen Insekten ein leckeres Ernährungspotenzial.

„In unserem Garten fühlen sich auch Igel wohl“, sagt Karin Paul. Die stacheligen Säugetiere mögen laue Sommerabende für ihre Streifzüge durch das Grün – genau wie die Pauls, die dann mit einem Gläschen Wein von einem Sitzplatz zum anderen wandern und ihre blühende Kraftquelle zufrieden betrachten.

Von Carolin Blumenstein

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