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Kellerasseln vertreiben: Ein Hausmittel wirkt effektiv gegen die Tierchen

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Von: Stefan Ruhl

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Gewöhnliche Rauhe Rollassel (Porcellio scaber), erwachsen, auf dem Boden unter einem Baumstamm laufend, Leicestershire,
Ein Exemplar einer Assel - sie sind nützlich, aber können auch zu hohe Populationen entwickeln. © Matt Cole/IMAGO

Kellerasseln sind nützliche Tier, jedoch kann ihre Population stark anwachsen und zu einer Plage werden. Tipps und Tricks, wie man sie loswerden kann.

Frankfurt - Die Kellerassel ist ein nützliches Tier im Garten und zersetzt abgestorbene Pflanzenteil und Pflanzenreste. Dadurch sorgt sie für eine gute Humusversorgung von Beeten und Boden.

Es kann jedoch vorkommen, dass manche Populationen stark anwachsen und zu einer Last für den Gartenbesitzer in den Beeten werden. Für diesen Fall gibt es einige nützlich Tipps und Tricks, wie man die Tierchen loswerden kann, ohne Pestizide einsetzen zu müssen.

Die Kellerassel

Die Kellerassel (Porcellio scaber) gehört zur Familie der Landasseln (Oniscidae). Das Wort Assel kommt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt „asellus“ = das Eselchen. Der wissenschaftliche Name besteht aus  „porcella“ = das Schweinchen und „scaber“ für rau und unsauber. Die Namensgebung leitet sich am Aussehen der kleinen Tierchen ab. Anders als viele Menschen denken, gehört die Kellerassel nicht zur Gattung der Insekten, sondern zu den Krebstieren (Malacostraca).  Ihre Lebensgeschichte reicht etwa 250 Millionen Jahre zurück. Ihre Atmungsorgane sind kleine Hohlräume bei den hinteren Beinen. Zwei Fühler am Kopf sind für die Koordination zuständig. Die beiden kleinen schwarzen Augen am Kopf sorgen für die Sehkraft der Kellerassel. Ihr Rücken besitzt eine Art Panzer, mit dem sie sich bei Gefahr zusammenrollen können und so einen Schutz aufbauen. Andere Asselartenleben auch unter Wasser, das größe bekannte Exemplar davon ist 30 cm groß. (Quelle: www.mein-schoener-garten.de).

Kellerasseln im Garten vertreiben: Vorsorge ist beste Maßnahme

Auch wenn es keinen Grund außer Ekel und eine übergroße Population gibt, kann man das Ansiedeln von Kellerasseln von Beginn an verhindern. Als erste Maßnahme sollte man dafür sorgen, dass man bei Blumentöpfen und Gefäße einen Auslauf für Wasser herstellt, beispielsweise durch Blumentöpfe mit Loch im Boden oder selbst gebohrte Löscher am Bodenrand. Kellerasseln lieben es feucht, dunkel und stickig, also nimmt man ihr damit einen guten Rückzugsort.

Des Weiteren sollte man dafür sorgen, dass Pflanzenreste und abgeblühte Blüten immer rechtzeitig entsorgt werden. Auch sollte man immer darauf achten, dass man Pflanzen in Töpfen nicht überwässert, sondern die Erde immer frisch und mittel feucht hält. Gleiches gilt für Kellerräume, diese sollten immer trocken gehalten werden, auch wenn dies bei vor allem Altbauten oftmals schwer sein kann. Kellerasseln in diesen Räumen deuten auf eine zu hohe Luftfeuchtigkeit hin.

Kellerasseln im Garten vertreiben: Hausmitteln nutzen - keine Köder und Pestizide

Wenn man bereits eine große Population im Garten hat und aus ästhetischen Gründen oder aufgrund von Ekel die Kellerasseln loswerden möchte, sollte man keinesfalls auf Köder oder Pestizide zurückgreifen. Diese könnten andere nützliche Krabbeltiere oder Insekten gefährden und schlimmsten Falls auch Pflanzen zerstören und das Trinkwasser belasten.

Am besten bietet sich für das Einfangen von Kellerasseln ein natürlicher Köder an. Dieser Köder kann eine ausgehölt Kartoffel sein, eine ausgehöhlte Karotte, ein umgedrehter Blumentopf, feuchte und zusammengeknüllte Tücher, Laub oder etwas Komposterde. Diesen Köder an einem schattigen Platz deponieren und einige Zeit abwarten.

Haben sich nach einer gewissen Zeit dort Kellerasseln angesiedelt, können diese mit einer Schaufel aufgesammelt werden und an einen Ort gebracht werden, an dem sie niemand stören, hier bietet sich vor allem ein Komposthaufen an oder ein Gemüsebeet, denn Kellerasseln verarbeiten Pflanzenreste und machen die Erde fruchtbarer.

Kellerasseln im Garten vertreiben: Vielseitiger Einsatz von Hausmitteln möglich

Eine weitere Option, mit Hausmitteln Kellerasseln fernzuhalten, ist die Nutzung von Mehlen oder Kräutern. Möchte man an einem bestimmten Ort die Kellerasseln umweltverträglich vertreiben, bietet sich hierfür Gesteinsmehl an oder das Auslegen von Salbei-Blättern. Der Geruch verjagt die Tierchen, da sie den Duft nicht mögen. Gleiches gilt für Backpulver.

Alle Hausmittel in Kürze zusammengefasst

Für eine natürliche Regulierung des Kellerassel-Bestands bietet es sich an, einen Garten naturnah und tierfreundlich zu gestalten. So siedeln sich Spinnen, Igel, Singvögel, wie das Rotkehlchen, oder Kröten an, alles natürliche Fressfeinde. (stru)

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