Gartenwochen: Der Gartenwecker

Die Gartensaison ist in vollem Gang. Doch für welche Tätigkeiten im heimischen Garten ist wann der richtige Zeitpunkt? Antworten liefert unsere wöchentliche Rubrik "Gartenwecker".

Balkon und Garten für den Urlaub vorbereiten 

Der Sommerurlaub ist für viele die schönste Zeit im Jahr. Für die Pflanzen zu Hause ist die Abwesenheit ihrer Besitzer allerdings ein Risiko. Pflanzensitter kümmern sich dann oft ums Grün. Urlauber können ihnen allerdings etwas Arbeit abnehmen.

• Die Beetpflanzen Sie kann der Hobbygärtner am besten vorsorgen, wenn er seine Pflanzen von Anfang an richtig erzieht. Das heißt: Nur gießen, wenn sie wirklich schlapp machen. So wird das Grün im Beet gezwungen, tiefere Wurzeln zu entwickeln und sich – ganz natürlich – selbst zu versorgen. Daher lautet der Tipp: Auch in wirklich heißen Zeiten die Gartenpflanzen am besten seltener, dann aber intensiv gießen. Am besten morgens ganz früh, kurz nach Sonnenaufgang zwei bis drei Stunden lang den Sprenger laufen lassen.

• Die Balkonpflanzen Hier ist die Wasserversorgung ein Problem. Denn der wenige Boden im Topf kann nur begrenzt Feuchtigkeit speichern. Die Pflanzen können sich folglich nicht eigenständig versorgen. Tipp: Die Pflanze in den Schatten stellen. Zudem gibt es im Handel diverse Gießsysteme für die Urlaubszeit. Ein Trick ist auch, eine Kunststoffflasche mit Wasser zu füllen und den Deckel so aufzuschrauben, dass nur ganz leicht Wasser heraussickert. Diese und andere Bewässerungshilfen sollten Reisende eine Woche vor der Abfahrt schon mal testen, um zu sehen, ob es reicht. Außerdem sollte man vor der Abreise die Untersetzer fluten und die Töpfe richtig gut wässern – etwa indem man sie für einige Zeit in die leicht gefüllte Badewanne stellt und die Erde sich ausgiebig vollsaugen kann.

Stauden füllen kahle Stellen in Hecken

Hecken werden oft im unteren Bereich kahl. Das liegt am Lichtmangel an dieser Stelle oder am falschen Schnitt. Am besten werden die Gehölze in Trapezform geschnitten: Die Alternative ist, die Geheimratsecken der Hecke zu kaschieren. Doch die davor gesetzten Stauden müssen zur Hecke passen, sagt Michael Moll, Mitglied im Bund deutscher Staudengärtner in Bonn. Steht nur ein schmaler Streifen Platz zur Verfügung, eignen sich Purpurglöckchen oder Gräser. Wichtig ist bei Platzmangel, dass auch nur solche Pflanzen gesetzt werden, die nicht über die lichten Stellen hinauswachsen. Sonst verkahlen die Hecken noch weiter. Bei etwas mehr Platz vor zum Beispiel einer Hainbuchen-Hecke eignen sich Kaukasusvergissmeinnicht, Elfenblumen, Funkien und Bergenien.

Frühjahrskur für den Rasen in drei Schritten

Hobbygärtner sollten ihrem Rasen jetzt eine Frühjahrskur gönnen. So sorgen sie dafür, dass statt Unkraut und Moos bald wieder frische, grüne Halme wachsen. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen gibt Tipps, wie man dabei vorgehen kann:

  • Schritt eins: Den Rasen kürzen - am besten mit der niedrigsten Einstellung des Rasenmähers das Gras schneiden. Das Schnittgut danach einsammeln.
  • Schritt zwei: Den Rasen vertikutieren oder belüften - also überflüssiges und abgestorbenes Material entfernen. Das ist per Hand möglich. Alternativ haben manche Rasenmäher dafür eine eigene Einstellung. So belüftet man die Rasensode.
  • Schritt drei: Den Rasen bedarfsgerecht düngen - idealerweise führt man die Nährstoffe gleichmäßig über drei bis vier Monate zu. Im Handel gibt es dafür spezielle Rasendünger mit Langzeitwirkung - meist unter dem Namen „Depotdünger“ bekannt. Die nächste Düngung ist dann erst wieder Ende Juni oder Anfang Juli fällig.

Gurken und Zucchini in warmem Boden pflanzen 

Gurken und Zucchini gedeihen nun – ab Mai – am besten. Das rät die Bayerische Gartenakademie. Erst jetzt ist der Boden warm genug für die Kürbisgewächse. Gärtner, die ein paar Tage früher ernten wollen, könne die Samen schon in kleinen Töpfen mit Aussaaterde verteilen. Am schnellsten wachsen die Keime bei einer Zimmertemperatur zwischen 20 und 24 Grad. Sind die ersten grünen Keimblätter zu sehen, genügt eine Raumtemperatur von 18 bis 20 Grad. Am besten stehen die Pflanzen direkt am hellen Fenster.

Frostschäden an Hortensien 

Durch die strengen Nachtfröste in der letzten Woche wurden viele Pflanzen, die bereits Ende März Blätter und Knospen entwickelt haben, geschädigt. Vor allem bei Bauernhortensien sind vielerorts die jungen Triebe mit Blättern und Blütenansätzen erfroren. Gartenbesitzer müssen in diesem Jahr wahrscheinlich auf eine üppige Hortensienblüte verzichten. Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, denn die erfrorenen Blätter werden im Lauf des Sommers durch neues Laub ersetzt. Dennoch sollten die Pflanzen jetzt gut gedüngt werden. Ein Trost für Gärtner: Da die Pflanzen in diesem Jahr durch die ausbleibende Blüte Kraft sparen, wird die Blütenpracht im kommenden Jahr umso üppiger ausfallen. Gartenbesitzer, die dauerblühende Hortensien wie etwa „Endless Summer“ oder die Ballhortensie „Annabell“ gepflanzt haben, müssen sich übrigens keine Sorge machen. Denn diese Sorten treiben den ganzen Sommer über neue Blüten nach.

Hecke düngen

Damit sich die Gartenhecke prächtig entwickelt, sollte sie zum Beginn der Vegetationsphase mit einem organischen Dünger versorgt werden. Neben Hornspänen bietet sich hierfür ein organischer Kombi-Dünger an, der die Pflanzen mit der perfekten Mischung aus Stickstoff, Phosphor und Kalium versorgt und gleichzeitig durch seine Depotfunktion dafür sorgt, dass die Pflanzen über mehrere Wochen alle Nährstoffe haben, die sie für ein gesundes Wachstum benötigen. Entsprechende Produkte gibt es im Fachhandel.

Buchsbaumblattfloh

Den Buchsbaumblattfloh bekämpfen Hobbygärtner am besten mit einem leichten Rückschnitt der Gehölze. Die Larven des Flohs mit Fachnamen Psylla buxi zeigen sich kurz nach dem Austrieb. Sie saugen an den Blättern, was diese verkrümmen lässt. Sie wirken dann wie Löffel. Vor allem die Triebspitzen sind betroffen. Hier hängen weiße, watteartige Wachsfäden – die Ausscheidungen der Larven. (tmn)

Präsentiert vom Gartencenter Meckelburg.

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