Die größten Dämm-Irrtümer

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München - Kaum eine andere Baumaßnahme wird so oft von Heimwerkern selbst in die Hand genommen wie die Dämmung des Daches. Da sind Fehler vorprogrammiert.

Irrtum Nummer 1: Mit einer Wärmedämmung kann das Haus nicht mehr atmen. Grundsätzlich atmet kein Haus – ob gedämmt oder nicht. Allerdings entzieht beispielsweise Verdunstungskälte bei einem ungedämmten Haus dem Hausinneren Wärme. Es kühlt schnell aus und muss entsprechend mehr beheizt werden.

Irrtum Nummer 2: Optimale Wärmedämmung führt zu Schimmelbildung. Schimmel bildet sich, wenn ein Haus – wärmegedämmt oder nicht – falsch oder gar nicht gelüftet wird.

Irrtum Nummer 3: Die Wärmedämmung der Wetterseite ist ausreichend. Tauwasser - und in der Folge Stockflecken und Schimmel – können sich immer an den Stellen mit der größten Temperaturdifferenz bilden. Und das wäre dann der Übergangsbereich zwischen gedämmter und ungedämmter Fläche.

Irrtum Nummer 4: Die beste Dämmung liegt immer innen. Beim Dach ist die optimale Wärmedämmung eine außenliegende Auf-Dach-Dämmung, denn sie stellt eine nahtlose, wärmebrückenfreie Dämmschicht dar. Weit verbreitet ist die Dämmung zwischen den Sparren. Eine Unter- Dach-Dämmung allerdings verkleinert das Volumen des Dachraumes.

Irrtum Nummer 5: Unter Solarmodulen, die in das Dach integriert sind, braucht man keine Wärmedämmung. Nach den Regeln des Dachdeckerhandwerks stellen Solarmodule Dacheindeckungselemente dar. Und unter einer Dacheindeckung schreibt die Energieeinsparverordnung die Wärmedämmung vor, wenn nicht die oberste Geschossdecke gedämmt ist.

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