Ursache

„Gelbsucht“ bei Heidelbeeren oder Rhododendron - so beugen Sie dem Mangel vor

Auf einer Plantage hängen an einem Strauch Heidelbeeren.
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Nicht immer sind die Blätter der Heidelbeer-Pflanze so grün.

Pflanzen können auch von Gelbsucht betroffen sein - zum Beispiel Rhododendron. Sie wird durch einen Nährstoffmangel ausgelöst. Was Sie vorbeugend dagegen tun können.

  • Gerade in Sommer kann bei Pflanzen Gelbsucht auftreten.
  • Sie macht sich durch gelb-grün verfärbte* Blätter bemerkbar.
  • Viele Pflanzen - darunter Heidelbeeren oder Rhododendron - können betroffen sein.

Gelbsucht kennt man hauptsächlich beim Menschen: Durch eine erhöhte Konzentration von Bilirubin, einem gelben Gallenfarbstoff, kommt es zu einer Gelbfärbung von Haut, Schleimhäuten sowie der Lederhäute der Augen. Doch auch Pflanzen kennen die Gelbsucht: Häufig tritt sie im Sommer auf, wenn sich die Blätter verschiedener Pflanzenarten in ein helles gelb-grün verfärben.

Gelbsucht: Diese Pflanzen betrifft es am häufigsten

Die Gelbsucht, auch Chlorose genannt, taucht am häufigsten bei Amberbäumen (Liquidambar), Kletterpflanzen wie Kiwi oder Blauregen (Wisteria), Morbeetpflanzen wie Rhododendron, Azalee, Hortensien oder Beerensträuchern, insbesondere Heidelbeeren auf, wie die Gartenakademie Rheinland-Pfalz informiert.

Gelbsucht bei Pflanzen: Das ist die Ursache

Die Gelbfärbung der Blätter rührt laut Gartenakademie von einem Eisenmangel in den Blättern her. Dieser sorgt für eine schlechte Ausbildung oder Zerstörung des Blattgrüns, auch Chlorophyll-Effekt genannt. Eisen sei für viele Pflanzen erst ab einem ph-Wert von unter 6 im Boden verfügbar - das betreffe vor allem Rhododendren. Bei einem ph-Wert darüber kann kein Eisen aufgenommen werden, selbst wenn es ausreichend im Boden verfügbar wäre. Aber auch ein hoher Phosphorgehalt verhindere, dass Pflanzen das Eisen im Boden aufnehmen.

Besonders in Rheinland-Pfalz sei die Gelbsucht bei Pflanzen häufig anzutreffen, so die Gartenakademie. Schuld seien die kalkhaltigen Böden und Leitungswasser sowie Kali- oder Stickstoffmangel oder verdichtete Böden.

Wie äußert sich Gelbsucht bei Pflanzen?

Die Chlorose beginnt an den jüngsten Blättern und greift dann auf die älteren Blätter über. Bei einem besonders starken Fall von Gelbsucht fallen sie dann noch im Laufe des Sommers ab. Eine solche Schwächung der Pflanze kann weitere Folgen haben: verminderter Wuchs, eingeschränkte Blüte oder eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber anderen Krankheitserregern.

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So beugen Sie der Gelbsucht bei Pflanzen vor

Um einem Eisenmangel vorzubeugen, lohnt es sich, die Standortbedingungen so gut wie möglich zu verbessern und es den Pflanzen damit zu erleichtern, die vorhandenen Nährstoffe aufzunehmen. Das können Sie laut Gartenakademie tun:

  • Phosphor- oder Kalk-Überschuss im Boden behandeln: Um festzustellen, ob die Chlorose von einem niedrigen ph-Wert herrührt, sollten Sie zunächst eine Bodenprobe an ein entsprechendes Labor zu schicken. Erst dann sollten Sie Maßnahmen in Form einer gezielten Düngergabe ergreifen.
  • Rindenmulch auslegen: Indem Sie den Boden mit Rindenmulch abdecken, wirken Sie einer Oberflächenverdichtung entgegen.
  • Eichenlaub-Kompost als Mulch: Zerkleinertes Eichenlaub eignet sich hervorragend als Mulchschicht um den Wurzelbereich der Pflanzen. Bei der Zersetzung entstehen organische Säuren, die den ph-Wert des Bodens senken.
  • Kaffeesatz beimischen: Auch Kaffeesatz kann dabei helfen, den pH-Wert eines Bodens zu senken. Am besten funktioniert es aber bei kleineren Pflanzen, die in einem Topf wachsen. Arbeiten Sie ihn einfach leicht in die Erde ein.

Wichtig ist es, dass Sie den pH-Wert des Bodens regelmäßig überprüfen und danach Ihre Maßnahmen ausrichten bzw. anpassen. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
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Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
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Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
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Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
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Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
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Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
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Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
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Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

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