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Gemüsegarten für Anfänger: Diese Sorten gelingen jedem

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Einige Gemüsesorten lassen sich ganz leicht im eigenen Garten anbauen.

Der Gemüsegarten ist für manchen ein noch fremdes Terrain. Deshalb macht es Sinn, sich langsam heranzutasten. Wir haben fünf Gemüsesorten gesammelt, die immer gelingen.

  • Gemüse aus dem eigenen Garten ist lecker und frisch.
  • Vor dem Anbau brauchen Sie keine Angst zu haben - viele Sorten sind pflegeleicht.
  • Wir haben Gemüsesorten für Anfänger gesammelt.

Haben Sie auch Lust auf einen eigenen kleinen Gemüsegarten, wissen aber gar nicht so richtig, wie das geht? Keine Sorge: Es gibt genügend pflegeleichte Gemüsesorten, die Ihnen den Einstieg als Hobbygärtner leicht machen. Wir haben fünf davon für Sie zusammengestellt - da ist bestimmt etwas Schmackhaftes für jeden dabei.

Radieschen anbauen

Radieschen sind der Klassiker für Gartenanfänger. Die roten Knollen sind haben wenige Ansprüche an den Boden, brauchen kaum Pflege und sind schon drei bis vier Wochen nach der Aussaat bereit für die Ernte.

Das Gemüse lässt sich zudem im Garten und auf dem Balkon problemlos anbauen. Säen Sie die Radieschen* in Reihen, die einen Abstand von 15 Zentimeter zueinander haben, während die Samen selbst etwa vier Zentimeter Abstand brauchen. Danach werden Sie nur leicht mit Erde bedeckt, damit sie noch Licht abbekommen. Ansonsten müssen Sie die Knollen nur noch regelmäßig bewässern - dann können Sie sie schon bald auf dem Brot oder im Salat genießen.

Salat anbauen

Apropos Salat*: Der macht sich in Ihrem Garten bestimmt auch sehr gut. Nicht nur, dass Sie in jederzeit als Hauptgericht oder Beilage verwenden können. Es steht Ihnen auch noch eine große Auswahl an Sorten zur Verfügung. Besonders gut für Gartenanfänger eignet sich da der Pflücksalat. Er kann ab Ende März bis in den Juli hinein gesät werden und ist nach acht bis zehn Wochen schon erntereif. Säen Sie ihn einfach in Reihen aus, sodass er in alle Richtungen rund 30 Zentimeter Platz hat und decken Sie ihn nur leicht mit Erde ab.

Knoblauch anbauen

Falls Sie im Herbst noch Gemüse anbauen wollen, dann ist Knoblauch* die richtige Wahl. Zwischen September und Oktober ist ein optimaler Zeitpunkt, um die Knoblauchzehen zu stecken. Es klappt aber auch im Februar noch. Drehen Sie die Zehe dabei mit dem Zwiebelboden nach unten und drücken Sie sie etwa drei Zentimeter tief in die Erde. Zwischen den Pflanzen sollte ein Abstand von 15 Zentimetern vorhanden sein.

Im selben Jahr werden sich noch grüne Blätter an den Pflanzen bilden, bevor sie über den Winter pausieren. Achten Sie darauf, Knoblauchzehen zu wählen, die unser Klima gewöhnt sind. Die gibt es im Baumarkt oder Gartencenter. Die Zehen aus dem Supermarkt kommen meist aus südlicheren Regionen und eignen sich deshalb nicht für den Anbau bei uns. Im Sommer nach dem Stecken, sobald die Blätter braun geworden sind, können Sie sie ernten.

Auch interessant: Wenn Sie diese Sache beim Gemüseanbau vergessen, drohen Krankheiten und Schädlinge.

Mangold anbauen

Mangold lässt sich nicht nur kinderleicht anbauen, die Stiele stellen mit ihren gelb, rot, grünen Farben auch noch tolle Hingucker im Garten dar. Die Stiele können zudem wie Spargel gegessen werden, während die Blätter wie Spinat zubereitet werden.

Mit der Aussaat beginnen Sie im März oder April direkt in den Gartenboden an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Lassen Sie ungefähr 20 Zentimeter zwischen den Pflanzen Platz und säen Sie sie drei Zentimeter tief. Etwa zehn bis zwölf Wochen später ist Mangold schon bereit zur Ernte. Wenn Sie nur die äußeren Blätter pflücken und das Herz intakt lassen, kommt immer wieder frischer Mangold nach.

Video: Gemüsegarten im Büro? In Tokio ist das Realität

Zucchini anbauen

Wer Zucchini anbauen will, wird reich belohnt: Schon zwei bis drei Pflanzen decken den Bedarf einer ganzen Familie. Wenn Sie alleine sind, reicht ein Exemplar vollkommen aus.

Falls Sie Zucchini* auf dem Balkon anbauen wollen, sollten Sie zudem bedenken, dass die Pflanze sehr groß werden kann - bis zu zwei Quadratmeter Platz braucht sie in der Erde. Wählen Sie deshalb einen Topf mit mindestens 15 Litern Fassungsvermögen oder schauen Sie sich nach kleiner wachsenden Sorten um.

Dann kann es auch schon losgehen: Zucchini ziehen Sie am besten im Frühjahr an einem warmen Ort vor und setzen Sie sie nach den Eisheiligen ins Gartenbeet. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte 80 bis 100 Zentimeter betragen. Auch hier müssen Sie nicht allzu lange auf das Ergebnis warten: Ungefähr sechs bis acht Wochen später haben die ersten Zucchini eine Größe von 15 bis 20 Zentimetern erreicht - und können somit geerntet werden.

Lesen Sie auch: Welche Kräuter dürfen nebeneinander ins Beet gepflanzt werden?

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

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