Moderne Heizungsanlagen schonen die Umwelt

Gut gerüstet in die Zukunft

Flexibal und effizient: Die Split-Wärmepumpe Vitocal 200-S von Viessmann zum Beispiel verfügt über eine flexibel aufstellbare Außeneinheit. Der eigentliche Wärmeerzeuger wird wie jede andere Heizung im Keller oder Hauswirtschaftsraum installiert. Foto: Viessmann

Wer seine veraltete Heizung noch immer nicht ausgetauscht hat, sollte jetzt aktiv werden. Denn mit rund 90 Prozent entfällt der größte Anteil des Energieverbrauchs in einem durchschnittlichen Haushalt auf Raumheizung und Warmwasserbereitung. Außerdem muss mit weiter steigenden Energiepreisen gerechnet werden. Das heißt: Die Investition in moderne, effiziente Heiztechnik lohnt sich. Sie bietet die beste Voraussetzung, um die Energiekosten zu senken und sie dauerhaft im Griff zu behalten.

Brennwerttechnik ist besonders wirtschaftlich

Moderne Brennwertgeräte sind in vielen Fällen die erste Wahl. Ob Alt- oder Neubau, Ein- oder Mehrfamilienhaus: Bei dieser besonders sparsamen Technik werden bis zu 98 Prozent der in Gas oder Öl gespeicherten Energie in nutzbare Wärme umgewandelt – so bleibt das Heizen mit fossilen Brennstoffen auch bei steigenden Preisen bezahlbar.

Außerdem können moderne Brennwertkessel aus nachwachsenden Rohstoffen hergestelltes Bioöl oder Biogas verbrennen und sind deshalb doppelt zukunftssicher. Der Einsatz dieser Technik macht sich oft schon nach fünf bis sieben Jahren bezahlt. Damit sind Brennwertgeräte – unter Berücksichtigung der Kosten für Anschaffung und Montage – die mit Abstand wirtschaftlichste Lösung.

Biomassekessel sind leicht zu bedienen

Den mit 70 Prozent größten Anteil an den erneuerbaren Energien hat Biomasse – und das aus gutem Grund: Scheitholz und Pellets zum Beispiel müssen nicht importiert werden, sind ganzjährig verfügbar, lassen sicht leicht lagern und verbrennen CO2-neutral.

Im Unterschied zu Kachelöfen und Kaminen, bei denen meist die dekorative Wirkung im Vordergrund steht, eignen sich moderne Biomassekessel zur komfortablen zentralen Beheizung von Gebäuden und zur Trinkwassererwärmung. Dabei wird die erzeugte Wärmemenge dem aktuellen Bedarf angepasst, so dass ein solcher Kessel in puncto Komfort und Bedienerfreundlichkeit in etwa einer Öl- und Gasheizung entspricht.

Wärmepumpe für Neubau und Modernisierung geeignet

Mit ihren herausragenden Leistungsmerkmalen bietet sich eine Wärmepumpe nicht nur für den Neubau, sondern auch für die Modernisierung an. Vergleichsweise niedrige Betriebskosten, Umweltschutzaspekte sowie die Unabhängigkeit von Öl und Gas sprechen für den Einsatz dieser Zukunftstechnologie. Besonders effizient arbeitet eine Wärmepumpe, wenn das Gebäude gut gedämmt ist oder das Heizungssystem mit niedrigen Temperaturen betrieben werden kann – zum Beispiel bei einer Fußbodenheizung.

Brennwerttechnik und Solar: Ein perfektes Team

Ob Brennwertgerät, Pelletkessel oder Wärmepumpe – in jedem Fall sollte der Wärmeerzeuger mit einer thermischen Solaranlage kombiniert werden. Denn Sonnenenergie steht nicht nur kostenlos zur Verfügung, sondern verringert auch die Abhängigkeit von den fossilen Energieträgern Öl und Gas.

Eine moderne Solaranlage gewährleistet zusammen mit einem effizienten Heizkessel oder einer Wärmepumpe die wirtschaftliche und zukunftssichere Wärmeversorgung eines Gebäudes. Schon eine kleine Anlage mit fünf Quadratmetern Kollektorfläche reicht aus, um aufs Jahr gerechnet rund 60 Prozent der Warmwasserbereitung abzudecken. Im Sommer können Solarkollektoren diese Aufgabe nahezu vollständig übernehmen. Der Kessel oder die Wärmepumpe kann dann über Monate ausgeschaltet bleiben.

Mit einer Solaranlage zur Heizungsunterstützung lässt sich dieser Zeitraum noch einmal deutlich verlängern. Vor allem während der Übergangsmonate im Frühjahr und Herbst hat sich diese Technik bewährt, durch die sich bis zu 30 Prozent der jährlichen Energiekosten einsparen lassen. In Kombination mit einem Brennwertkessel kann der Energieverbrauch gegenüber einer alten Heizung sogar um bis zu 40 Prozent verringert werden. (nh)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.