Mietrecht

Ist Graffiti an der Wand ein Grund zur Mietminderung?

+
Nicht selten verunstaltet ein Graffiti eine Hauswand.

Graffiti spaltet die Geschmäcker. Schön oder nicht schön: An Hauswänden haben sie nichts zu suchen. Und wenn doch: Kann man bei Graffiti dann eigentlich eine Mietminderung verlangen?

Berlin - Graffiti an Hauswänden finden manche Mieter nicht schön. Allerdings sind die Malereien in diesen Fällen nicht automatisch ein Grund, die Miete zu mindern. Entscheidend sind hierbei immer der Umfang der Graffiti und die örtlichen Verhältnisse.

Erst wenn die Fassaden in einem erheblichen Umfang durch Graffiti bedeckt sind und hierdurch das ortsübliche Maß überschritten ist, kann der Mieter die Miete mindern. Darauf weist der Vermieterverband Haus & Grund Deutschland hin. Dies ist immer dann der Fall, wenn das Gebäude durch das Graffito einen verwahrlosten Eindruck macht. In Wohngegenden, in denen Graffiti eher unüblich sind, können jedoch auch schon kleinere Schmierereien das hinzunehmende Maß an Beeinträchtigungen überschreiten. In diesem Fall können Mieter auch verlangen, dass die Bilder beseitigt werden.

Unabhängig davon berechtigen Graffiti, die von dem Vermieter zur optischen Gestaltung der Fassade beauftragt worden sind, nicht zu einer Mietminderung. Denn die äußere Gestaltung steht dem Vermieter frei, soweit diese nicht objektiv eine Verunstaltung darstellt.

dpa/tmn

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.