Grün in neuen Bereichen

+

Die Zeiten, in denen Dachbegrünung als elitär galt, sind längst vorbei. Nicht nur Fachleute, sondern auch private Bauherren haben die Dachbegrünung als ökologisch und ökonomisch interessante Bauweise erkannt.

In vielen Städten gilt die Dachbegrünung als Verbesserungsmaßnahme für das Wohnumfeld sowie das Stadtklima und wird deshalb häufig mit attraktiven Zuschüssen bedacht.

Grüne Oase auf dem Dach

Ökologisch betrachtet sprechen viele Punkte für eine Dachbegrünung. Durch die Reduzierung von versiegelten Grundstücksflächen und die Schaffung zusätzlicher Grünflächen entstehen für Menschen, Tiere und Pflanzen neue Lebensräume.

 Zudem wird durch die Gründächer die Luft verbessert, Staub und Schadstoffe werden gebunden und das Gebäude wird gegen von der Außenwelt kommenden Luftschall geschützt. Durch die Vegetation und das Substrat wird der Abfluss von Regenwasser verzögert und Niederschlagswasser zurückgehalten, das durch Verdunstung wieder in den natürlichen Wasserkreislauf eingebracht wird. Gründächer sorgen für einen klimatischen Ausgleich: Im Sommer schützen sie vor Hitze, im Winter vor Kälte.

Kosten und Nutzen

Ein Gründach ist in der Herstellung zunächst einmal kostenintensiver als beispielsweise ein bekiestes Dach. Das ergibt sich aus den Mehrkosten für die Statik und den aufwendigeren Schichtenaufbau. Darüber hinaus benötigt ein Gründach auch einen höheren Pflegeaufwand. Doch diese Kosten amortisieren sich mit der Zeit und dem Nutzen. Dies liegt vor allem an der Schutzfunktion des Dachgrüns. Die Alterung der Dachabdichtungen durch UV-Strahlen wird zum großen Teil verhindert.

Außerdem ist die Dachabdichtung vor mechanischen Beschädigungen und chemischen Einflüssen geschützt. In manchen Kommunen werden Gründächer bei der Festlegung der Abwassergebühren für Oberflächenwasser positiv berücksichtigt. Darüber hinaus führt die bessere Wärmedämmung eines Gründachs zu einer Energieeinsparung. Dachbegrünungen sind durch die erhöhte Lebensdauer sowie durch erhebliche Kosteneinsparungen bei den Abwassergebühren langfristig deutlich preiswerter als konventionelle Flachdächer. Ausgeschriebene Förderprogramme, die eine zusätzliche Kosteneinsparung mit sich bringen, sind dabei noch nicht berücksichtigt.

Ein Gründach muss genauestens geplant werden. Der Dachdecker-Innungsbetrieb ist dann der kompetente Ansprechpartner. NH

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.