Das Grün putzt sich heraus

In acht Schritten zum schönen Rasen

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Ein Spielrasen sollte widerstandsfähig sein: In der Wachstumsphase muss er deshalb häufiger gemäht und regelmäßig gegossen werden.

Nach dem langen Winter ist auch der Garten sanierungswürdig. Die Schwäbisch Hall-Expertin Ingrid Lechner hat einen Acht-Punkte-Plan aufgestellt, wie man mit einer energischen „Graskur“ auch einen Flickenteppich wieder in einen feinen Rasen verwandelt.

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Zuerst geht es dem Rasenfilz an den Kragen. Dazu muss die Grünfläche erst so tief wie möglich, am besten auf Wurzelhöhe, gemäht und dann mit einem Vertikutierer mehrmals in Längs- und Querrichtung durchpflügt werden. Die ausgerissenen Filze müssen gründlich abgebrochen werden. Am einfachsten ist die Radikalkur mit einem elektrischen Vertikutierer.

Unebenheiten werden mit frischer Erde korrigiert, schwere Gartenerde mit Sand krümelig gemacht. Sandiger Lehmboden ist ideal für Gras. Saatgut gibt es in Regel-Saatgut-Mischungen (RSM). Rasensanierungssysteme haben den phosphorbetonten Starterdünger gleich dabei, feiner Gartenkompost tut es auch. Professionell verteilt man den Samen mit einem Streuwagen in Längs- und den Dünger in Querrichtung. Zum Abschluss kommt eine dünne Torfschicht drauf.

Wässern und mähen

Etwa drei Wochen dauert es, bis alle Graskeimlinge wurzeln. So lange muss der Boden feucht gehalten werden – am besten mit einem automatischen Beregnungssystem fünfmal täglich für etwa zehn Minuten. Vier Wochen nach der Sanierung darf zum ersten Mal gemäht werden. Ideal ist eine Höhe von vier Zentimetern. Wer einen seidigen und dichten Zierrasen möchte, muss das bis September wöchentlich wiederholen. Faustregel: Beim Mähen höchstens ein Drittel kappen. Sobald der neue Rasen stärker wächst, sollte man zweimal wöchentlich mähen.

Düngen und belüften

In der sechsten Wachstumswoche braucht der Rasen Futter – dann ist es Zeit für einen speziellen Rasen-Langzeitdünger. Eine zweite Dosis gibt es im Hochsommer und kurz vor Saisonende noch einen kalibetonten „Herbstdünger“: Biogärtner streuen holzaschereichen Kompost. Eisenpräparate kann man sich dagegen sparen: Erstens leiden Rasenflächen kaum an Eisenmangel und zweitens können Menschen und Tiere durch Kontakt mit diesen Chemikalien krank werden.

Ende Oktober ist ein guter Zeitpunkt, um Luft an die Graswurzeln zu lassen. Dazu stanzt man mit einer Belüftungsgabel kleine Löcher in die Grasnarbe. Das beseitigt Verdichtungen, die durch häufiges Betreten entstanden sind. Stark verdichtete Flächen müssen im Frühjahr nochmals behandelt werden.

Kanten schneiden und pflegen

Manchmal reicht es schon, die Kanten zu begradigen, um ein grünes Etwas wie einen Rasen aussehen zu lassen. Dazu sticht man mit einem Spaten oder einem speziellen Kantenschneider die Grasnarbe am Rand der Rasenfläche in einer sauberen Linie ab.

Wer „Rasenunkräuter“ mit Herbiziden bekämpft, wird in den Beeten daneben keine glücklichen Blumen bekommen, denn die reagieren ebenfalls auf das Gift. Der beste Schutz ist Fleiß: Je mehr Arbeit man in die Rasenpflege steckt, desto weniger wird sich unerwünschtes Grün ansiedeln. Wer einen Rasen hat, der im Winter vom Maulwurf erobert wird, darf diesen Besuch als Kompliment nehmen. Da sich Maulwürfe nur in guter Erde zu Hause fühlen, ist der Boden hier trotz Monokultur in Ordnung. (nh)

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