Kleingärtner Florian Smolka gibt Tipps gegen Unkraut

Harke statt Chemiekeule

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Steigt dem Unkraut aufs Dach: Florian Smolka entfernt regelmäßig unerwünschte Wildpflanzen aus seiner Kleingartenparzelle. Selbst auf dem Dach seines Geräteschuppens haben sich Vogelmiere und anderes Unkraut breitgemacht.

Es ist jedes Jahr das Gleiche: Kaum blühen die mühevoll gesetzten Pflanzen im Garten, wuchern auch schon die ersten Unkräuter. Passen Hobbygärtner nicht auf, treiben Löwenzahn, Scharfgarbe und Co. bald überall im Beet ihr Unwesen.

Kleingärtner Florian Smolka vom Kleingartenverein Dönche gibt heute Tipps, wie man den schnell wachsenden Wildpflanzen Einhalt gebieten kann.

„Komplett kann man sich natürlich nicht vor Unkraut schützen“, sagt der 49-Jährige, „denn Regen und Wind verbreiten laufend neue Samen“. Chancenlos sind Hobbygärtner gegen die unerwünschten Pflanzen jedoch nicht. Kleingärtner Florian Smolka bevorzugt das umweltfreundlichste und effektivste Mittel gegen Unkraut: das Jäten.

Jäten ist effektivstes Mittel

„Wenn man regelmäßig im Beet mit einer kleinen Harke Unkraut jätet, hat man so gut wie keine Probleme“, sagt er. Wer jedoch wochenlang seinen Garten außer Acht lässt, wird es später nicht mehr wiedererkennen. „Unkraut breitet sich sehr schnell aus, überwuchert Zierpflanzen und erstickt sie förmlich“. Bei kleinen Unkrautpflanzen wie jungem Springkraut oder Vogelmiere reiche es völlig aus, das Wurzelwerk zu lockern. „Die Mikroorganismen im Boden zersetzen dann das Unkraut“, sagt Florian Smolka. Größeres Unkraut wie Ackerwinde, Distel, Hahnenfuß und Löwenzahn sollten allerdings mit einer Schaufel abgestochen und ihre Wurzeln vollständig entfernt werden.

Wem regelmäßiges Harken zu lästig ist, greift oft zu schnelleren, aber nicht immer umweltfreundlichen Alternativen. Kochendes Wasser und Abflammgeräte mögen zwar Unkrautpflanzen beseitigen, ungefährlich sind die Mittel jedoch nicht.

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Andere Hobbygärtner schwören hingegen auf Essig und Salz. Allerdings belasten die aggressiven Essenzen nachhaltig Boden, Pflanzen und Insekten. „Was gar nicht geht, sind Chemikalien. Die haben im Garten nichts verloren“, sagt Florian Smolka, der wie seine Gartenfreunde aus dem Kleingartenverein grundsätzlich im Beet auf Chemie verzichtet.

Eine biologische und dazu noch schön anzusehende Alternative bilden sogenannte Bodendecker. Die niedrig wachsenden Pflanzen sorgen durch schnelles und dichtes Wachstum dafür, dass sich Unkräuter erst gar nicht ansiedeln können. Beliebte Bodendecker sind Zwergmispeln, Senfkraut, Stachelnüsschen, Pfennigkraut und Silberkraut.

Und so geht’s weiter: In der kommenden Woche pflanzt Florian Smolka Sommerblumen. (psn)

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