Hausreportage

Familienidyll trifft auf Moderne

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Ein Lehrerehepaar aus Eschwege baute sich ein gemütliches Nest für die ganze Familie. Es entstand ein modernes Häuschen auf dem Land mit traumhafter Aussicht und ganz viel Freiraum.

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„Wir wollten ursprünglich nie bauen.“, so blickt der Bauherr heute auf die Anfänge zurück. „Unser Plan war, ein Haus zu kaufen und zu renovieren.“ Doch die schwere Suche nach einem passenden Objekt und unkalkulierbare Umbaukosten brachten das Ehepaar dazu, ihre Pläne zu ändern. Also musste erst mal ein passendes Grundstück gefunden werden.

Da dem Paar im ausgeschriebene Neubaugebiet in Eschwege keine Baufläche zusagte, suchten sie Baulücken in der ganzen Stadt ab, bis sie ihren Traumstandort gefunden hatten. „Das Gelände war damals in Privatbesitz. Wir riefen einfach den Eigentümer an, fragten ob er verkaufen wolle und hatten Glück.“, sagt der Gymnasiallehrer für Physik und Chemie. Zunächst legte sich das Ehepaar auf ein Fertighaus fest, doch es stellte sich heraus, dass ein Standardhaus sich nicht mit den Bauauflagen vereinen ließ.

Familienidyll trifft auf Moderne

So setzten sich die Bauherren mit einem Architekten zusammen und planten ihr Traumhaus von Grund auf. „Besonders wichtig war es uns, wenig Flächen im Haus zu haben, die nur als Verkehrswege dienen. Wir benötigten viele Räume und alles sollte lichtdurchflutet sein.“, so die Bauherrin. Das Ehepaar entschied sich letztendlich für eine Holztafelbauweise, deren Besonderheit es ist, dass die Wände atmen können. Diese werden wie bei einem Fertighaus nach einem vorherigen Plan hergestellt und auf der Baustelle zusammengefügt.

Haus in Holztafelbauweise

Sie bestehen aus einem Gerüst aus Holzbalken, deren Zwischenräume mit einem Gemisch aus Holzfasern und Zellulose gefüllt werden. So kann Feuchtigkeit durch die Wände zirkulieren und das Haus atmet. Dadurch kam das Ehepaar auf das Unternehmen Hunoldhaus aus Leinefelde-Worbis. „Wir fanden nur zwei Unternehmen in der Umgebung, die die Holztafelbauweise anbieten und bei Hunoldhaus fühlten wir uns sofort ernstgenommen, obwohl wir keinerlei Vorkenntnisse über den Hausbau hatten.“, lobt die 35-Jährige.

Trotz Verzögerungen aufgrund der Witterung dauerte die Bauphase nur ein halbes Jahr. Hunoldhaus ließ dem Paar absolute Freiheit bei der Planung, nahm sich viel Zeit für eine individuelle Beratung , war bei kleinen Zwischenfällen sofort ansprechbar und handelte schnell. „Mit einer jungen Frau als Chefin macht das Unternehmen einen sehr modernen Eindruck. Das Vertrauen war sofort da und das Motto der Firma „Bauen ist Dialog“ wird dort wirklich umgesetzt. Es hat sich einfach richtig angefühlt.“, begeistert sich der Bauherr auch heute noch.

Offene Galerie mit Spielflur

Das Haus des Paares überzeugt tatsächlich mit seiner modernen Bauweise. Vor allem die offene Galerie mit Spielflur und die Halbgeschossbauweise machen das Haus modern. „Wir wollten so erreichen, dass die Familie immer das Gefühl hat, nah zusammen zu sein, auch wenn die Kinder oben spielen und die Erwachsenen sich unten im Wohn- oder Essbereich aufhalten.“, so die Gymnasiallehrerin für Deutsch und Biologie. Die Wände sind in schlichtem Weiß gehalten, das durch moderne Möbel und liebevolle Details im Vintagestil aufgelockert wird.

Das Haus bietet nun eine Wohnfläche von 218 Quadratmeter. Genug Platz für die Söhne im Alter von fünf und zwei Jahren und Hund Holly. Im Untergeschoss befinden sich Arbeitszimmer, Gästezimmer mit separater Terrasse und Waschraum. Eingangsbereich, kleines Bad, offene Küche, Wohn- und Essbereich sind im Erdgeschoss untergebracht.

Das Obergeschoss ist aufgeteilt in zwei Kinderzimmer, großes Bad, Spielflur und Schlafzimmer. Hinzu kommen Keller, Garage mit direktem Zugang zum Haus und eine 40 Quadratmeter große Terrasse für die das Grundstück in leichter Hanglage drei Meter hoch aufgeschüttet werden musste. „Die Terrasse ist unser absoluter Lieblingsplatz. Direkt hinter dem Grundstück beginnen Feld und Wald, dort kann man wilde Tiere beobachten, bis zum Meißner blicken und manchmal sogar das Wetter voraussehen. Die Kinder freuen sich immer besonders über die Traktoren auf dem Feld.

Es war uns wichtig, dass wir direkt aus dem Wohnbereich auf die Terrasse und in den Garten gelangen. Das ist schöner, wenn man draußen isst oder Gäste hat. Wir laden oft Schülergruppen zum Grillen ein.“, schwärmt der 41-Jährige. Im 500qm-großen Garten steht bereits ein Gartenhäuschen, ein Sandkasten und ein Hochbeet. Im Sommer soll noch eine gemütliche Feuerstelle folgen.

Von Diana Haeseler

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