Hausreportage: Ein Wohnraum, der atmet

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Der Traum vom Haus ist für eine Familie aus dem Raum Kassel Wirklichkeit geworden. Sie hatten genaue Vorstellungen - die Räume sollten offen und luftig, ohne viele Wände gestaltet werden. Das Resultat kann sich sehen lassen.

„Wir hatten ziemlich genaue Vorstellungen von unserem Traumhaus“, sagt Bauherr Heerdt. Dass diese Vorstellungen in die Realität umgesetzt wurden, macht nun die ganze Familie glücklich. Der Bauherr sitzt gemütlich in seiner neuen Küche. Die eine Hand hält einen Cappuccino, die andere liegt ruhig auf dem edlen Holz der Kochinsel. Man kann den Blick von hier aus über die stilvolle Sitzgruppe im Essbereich bis hinüber zum bequemen Wohnraum mit Sofa und flauschigem Teppich schweifen lassen.

Offen ohne Wände und Türen

Alles ist Teil eines offenen Wohn- und Lebensbereichs. Die Räume sind nicht durch Innenwände oder Türen voneinander getrennt. Alles atmet. Durch die großen Fenster ist es angenehm hell. Und die Einrichtung in warmen Holztönen sorgt für eine runde und harmonische Raumgestaltung und Großzügigkeit. Der Bauherr Heerdt ist sich sicher: „Es ist genau so geworden, wie wir es uns vorgestellt haben.“

Per Satellitenfotos zum Grundstück

Vor einem halben Jahr ist er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern eingezogen. Die Familie ist glücklich. „Wir haben lange nach einem geeigneten Platz gesucht,“ erzählt er weiter. „Wir wollten gerne in der näheren Umgebung bleiben. Doch wir fanden kein Grundstück.“Schließlich suchte Familie Heerdt ein Jahr lang.

Fotostrecke: Ein Haus zum Atmen

Reportage: So entsteht ein Traumhaus

Am Ende griffen sie sogar tief in die Trickkiste: Auf Satellitenfotos forschten sie nach freien Flächen, um im nächsten Schritt die Besitzer zu ermitteln und gezielt anzusprechen. Doch soweit kam es nicht, denn der Zufall eilte zu Hilfe. Die Schwiegereltern entdeckten ein kleines Grundstück fast direkt an der Hauptstraße, doch etwas abgelegen hinter einem kleinen Häuschen. Als Familie Heerdt das Gründstück erworben hatte,dauerte es nicht mehr lange. Ein knappes Jahr später bezogen sie ihr Traumhaus.

Räume mit Software selbst konstruiert

In der Zwischenzeit hatten sie viel recherchiert und geplant. Anträge mussten geschrieben und Experten für den Bau gefunden werden. „Das alles ist absolut problemlos gelaufen“, erzählt der Bauherr Heerdt mit einem stolzen Lächeln. „Vielleicht weil wir so genau wussten, was wir wollten.“ Mit seiner Frau zeichnete er die gemeinsamen Wünsche auf. „Wir haben uns sogar eine Software besorgt und die Raumaufteilung gemacht“, erinnert er sich.

Als sie sich dann für Holzbau Hellmuth in Baunatal entschieden hatte, musste der ihre Ideen nur noch umsetzen. Und das Ergebnis kommt den ursprünglichen Plänen ziemlich nah. Als Bauform wählten sie ein versetztes Pultdach. Man nennt diese Dachkonstruktion so, weil sie aus dem Profil an ein Pult erinnert. Der zugrundeliegende Geschossbau ermöglicht zwei Vollgeschosse, die für die weitere Planung gegenüber dem Stockwerkbau von Vorteil waren.

Treppenstufen mit LED-Leuchten

Im Erdgeschoss eröffnet sich gleich nach Betreten der Eingangstür der offene Wohnbereich. Ein Flur wird zwar angedeutet, Türen finden sich hier aber nicht. Und Türen braucht es auch nicht. Denn in dem Holzhaus herrscht immer ein angenehm warmes Raumklima. Für die behagliche Temperatur sorgt neben dem natürlich Baustoff eine Wärmepumpe. Die Fenster können darüber hinaus geschlossen bleiben, da eine aktive Wohnraumbelüftung die Luft im Haus dreimal täglich komplett austauscht. Über eine geschwungene Treppe führt der Weg in das Obergeschoss. Die Stufen werden sanft durch kleine LED-Leuchten bestrahlt, die auf Fußhöhe in den Wänden eingelassen sind.

Oben befinden sich dann die drei Schlaf- und das Badezimmer. Davor liegt die lichtdurchflutete Galerie, die mit einer Deckenhöhe von bis zu vier Metern bis direkt unter das Dach reicht. Über den Schlafzimmern liegt ein Dachboden. „Wenn die Kinder etwas größer sind, bekommen sie von ihren Zimmern Treppenaufgänge dorthin,“ sagt der Bauherr Heerdt.

Bad mit Bullauge wie eine Schiffkabine

Im Badezimmer am Ende der Galerie hat sich die Bauherrin einen großen Wunsch erfüllt: Ein großes rundes Fenster. Das Bullauge ist inmitten der Dekoration aus Fischernetzen, Muscheln und den weißen Steinen, die in graue Fugenmasse gesetzt die Wände zieren, ein echter Hingucker.

Ein weiterer Wunsch der Bauherrin ist kaum zu übersehen: In der frühen Planungsphase hatte das Haus noch einen erdigen Terracotta-Ton. Doch bevor der Maler den ersten Pinselstrich machte, wurde der Plan noch einmal geändert. Jetzt strahlt das Haus in einem satten Rot, das allen gut gefällt. „Wir haben während des Hausbau noch einmal entdeckt, wie sehr unsere Vorstellungen sich ähneln“, schwärmt Olaf Heerdt. Und nimmt noch einen Schluck Cappuccino. Eben sind die Kinder nach Hause gekommen. Zwei Momente später machen sie es sich im Wohnbereich gemütlich. (plr)

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