Heimisches Holz im Trend

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Neue Produktionsstätte: Uli Schön (Senior Projektmanager, links), mit einer zehn Kilogramm Packung frisch gefertigter Holzbriketts, daneben Benjamin Ulbig (Leiter Realisierung).

Auf dem ehemaligen Bundeswehrtruppenübungsplatz, dem jetzigen Bioenergiepark Nordwaldeck, beginnt Anfang März das neu errichtete Pelletierwerk mit der Produktion, nachdem seit dem 1. Januar 2012 der Probebetrieb erfolgreich durchgeführt wurde.

Insgesamt wurden 12 Beschäftigte, die künftig mehrschichtig tätig sein werden, in die Arbeitsgänge der Industrieanlage eingewiesen. Eine spezielle Ausbildung gäbe es für den anspruchsvollen Beruf genauso wenig, wie die Berufsbezeichnung als „Pelletierer“. „Noch nicht!“ betont Benjamin Ulbig (Mitarbeiter Projektrealisierung) zukunftsweisend. Uli Schön (Senior Project Manager) sieht die dringende Notwendigkeit einer solchen Berufsqualifikation.

Die Produktion

Die circa 12 Millionen Euro teure Produktionsanlage wird jährlich aus heimischen Hölzern 30 000 Tonnen gepresste DIN Plus-Pellets beziehungsweise 15 000 Tonnen Holzbriketts mit elektronisch überwachtem Fertigungsprozess herstellen. Die Vermarktung der Produkte wird vorrangig in der Region stattfinden. Auch an eine Eigenvermarktung der Pellets mit eigenen Transportfahrzeugen sei gedacht. Uli Schön unterstrich die Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit der neuen Produktionsanlage mit den Worten: „Alles aus der Region, alles für die Region!“ Hervorzuheben wären die kurzen Transportwege, sowohl für die Rohmaterialanlieferung, als auch für die Kundenbelieferung. Bemerkenswert sei auch, dass kein einziger Baum der Produktion zum Opfer fallen müsse, sondern, dass das Werk ausschließlich mit ökologisch unbedenklichen Holzabfällen aus der holzverarbeitenden Industrie der Region arbeiten würde. Die Anlieferung erfolge als Holzhackschnitzel zerkleinert und nach Holzarten vorsortiert. Die kontinuierliche Anlieferung beziehungsweise ausreichende Bevorratung sei durch entsprechende Partner gesichert. Die ersten Hackschnitzelberge türmen sich bereits im Außenbereich des neuen Werkes. Die erforderliche Prozesswärme liefert das benachbarte Holzheizkraftwerk. Der Prozesswärmebedarf bestehe unabhängig von der Jahreszeit ganzjährig. Die Herstellung ist im Sommer jedoch günstiger, da der Feuchtigkeitsgehalt des Holzrohmaterials um etwa 20 Prozent geringer wäre. Im Frühjahr soll mit einem Tag der offenen Tür die offizielle Eröffnung stattfinden. Einen konkreten Termin gäbe es derzeit noch nicht.

Kurze Phase von Planung bis Fertigstellung

Nach der Planungs- und Genehmigungsphase Anfang 2010 wurde im Mai 2011 mit den Erschließungsarbeiten durch die beauftragte Baufirma Jordan begonnen. Die Bauarbeiten, bei denen etwa 20 Prozent der Handwerkerleistungen regional vergeben werden konnten, wurden auf Grund der milden Witterungslage im Dezember bereits zum 31. Dezember 2011 nahezu abgeschlossen. Restleistungen, die vor allen Dingen die Fertigstellung der Außenanlage betreffen, werden in jahreszeitlicher Abhängigkeit voraussichtlich im April dieses Jahres ausgeführt. (ywa)

PDF der Sonderseite Neubau Pelletierwerk

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