Heizen mit Holz

Mit modernen Brennwertkesseln viel Geld sparen

Heizen mit Holz ist wieder modern geworden. Die Bausparkasse Schwäbisch Hall hat wichtige Informationen zusammengestellt, wie man in den eigenen vier Wänden zu effizienter Energienutzung und behaglicher Wohlfühl-Atmosphäre kommt.

Beim Verbrennen des Holzes wird nur so viel Kohlendioxid frei, wie der Baum der Luft beim Wachsen entzogen hat. Und vollautomatische Holzheizungen können sogar das ganze Haus erwärmen und die Warmwasserversorgung fürs Duschen und Händewaschen sichern.

Bei solchen Holz-Zentralheizungen kommen vor allem Pellets zum Einsatz. Die kleinen Holzstifte aus gepressten Spänen sind von allen Holzprodukten am einfachsten zu handhaben und brauchen am wenigsten Platz. Zwei Kilogramm Pellets entsprechen einem Liter Heizöl. Gelagert werden sie in Erdtanks, in speziellen Silos oder im Keller. Eine Förderschnecke oder ein Sauger transportiert das Holz dann vollautomatisch in den Heizkessel.

Um den Brennstoff möglichst effizient zu nutzen, sollte man auf die passende Größe des Kessels und eine gute Regelungstechnik achten. Sind die Heizkessel nur wenig ausgelastet, muss mehr Holz verbrannt werden und der Schadstoffausstoß steigt. Der Kessel sollte also nicht zu groß sein – üblich sind Systeme mit einem variablen Leistungsbereich von 4 bis 15 kW. Für Holz-Zentralheizungen ist zudem der Einbau eines Pufferspeichers empfehlenswert, der die Wärme bevorratet. Er verringert die Zahl der Brennerstarts und erhöht dadurch den Wirkungsgrad.

Ein sinnliches Erlebnis, das nicht nur den Raum erwärmt

Für viele spielt beim Heizen mit Holz aber vor allem der sinnliche Aspekt die Hauptrolle: Sie wollen ein knisterndes Feuer im Wohnzimmer brennen sehen. Für diesen Zweck gibt es eine Vielzahl so genannter Einzelraumfeuerungen, wie die Geräte offiziell etwas sperrig heißen. Weit verbreitet sind vor allem Kaminöfen. Sie sind weniger aufwendig einzubauen als gemauerte Kamine und lassen sich frei im Raum aufstellen. Abgase werden über ein Rohr in den Kamin geleitet.

Für ein gleichmäßiges Abbrennen ist vor allem die richtige Belüftung über die eingebauten Klappen wichtig. Eine ausreichende Luftzufuhr kann in gut gedämmten Häusern zum Problem werden, weil kaum noch Luft durch Türritzen und Fensterspalte dringt. Abhilfe schafft eine Luftzufuhr, die den Ofen raumluftunabhängig macht.

Gleichmäßiger als Kaminöfen heizen Kachelöfen. Sie bestehen aus einer gusseisernen Feuerstätte, die mit besonders hitzebeständigem Ton und Kacheln verkleidet wird. Der Mantel dient als Speichermedium und gibt die Wärme über einen längeren Zeitraum ab.

Da viele Öfen die Wohnräume schnell stärker erwärmen als nötig, bietet es sich an, einen Teil der Wärme aufs Heizwasser zu übertragen. Technisch kein Problem: Wasserführende Kaminöfen können etwa 70 Prozent der Wärme an die Heizanlage übertragen. So nutzt man die Energie des Holzes optimal aus und braucht doch nicht auf den Anblick eines Kaminfeuers im Wohnzimmer zu verzichten. (nh)

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