Heizen und sparen – mit Sonnenwärme

Solarnutzung für Heizung und Warmwasserbereitung lohnt sich nicht nur für Neubauten. Eine Analyse.

Für Häuslebauer ist es gemäß Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz bereits Pflicht, zumindest einen Anteil regenerative Energien für Heizung und Warmwasserbereitung zu nutzen. Aber auch immer mehr Eigentümer von älteren Häusern senken ihre Energiekosten mit Solarwärme. Die Einsparpotenziale sind groß. Die solare Warmwasserbereitung ist die gängigste Nutzung der Solarwärme. Mit ein paar Quadratmetern Kollektoren und einem Warmwasserspeicher sowie der notwendigen Installationstechnik lässt sich vergleichsweise einfach Sonnenenergie nutzen. In einem Vier-Personenhaushalt mit durchschnittlich 50 Litern Warmwasserbedarf täglich pro Kopf können bis zu 60 Prozent der Energie für die Trinkwassererwärmung eingespart werden.

Da die Sonneneinstrahlung in den kalten Monaten nicht ausreicht, um das Wasser vollständig zu erwärmen, ist eine Zusatzenergie wie beispielsweise Erdgas notwendig. Solarwärmeanlagen zur Warmwasserbereitung arbeiten daher Hand in Hand mit einem Heizgerät. Von den insgesamt 12,9 Millionen Quadratmetern Solarkollektorfläche, die in Deutschland laut Auskunft des Bundesverbandes Solarwirtschaft bis einschließlich 2009 installiert waren, ist ein Teil auch dazu da, die Raumheizung zu unterstützen. Besonders in Neubauten, gut gedämmten Altbauten sowie grundsätzlich in Häusern mit Flächentemperierung wie Fußbodenheizung spielt die solare Heizungsunterstützung ihre Stärken aus. Laut dem Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) liegen die Deckungsbeiträge von Solarwärme an der Gebäudeheizung in modernen Gebäuden bei zehn bis 30 Prozent, in Niedrigenergiehäusern sogar bei 40 Prozent.

Sanieren mit erneuerbaren Energien wird gefördert

Der Bundesverband Solarwirtschaft begrüßt die Zusage von Bundesumweltminister Norbert Röttgen, den Umstieg auf solares Heizen ab sofort mit aufgestockten Mitteln zu fördern. Die Fördersätze für die solare Sanierung von Heizungsanlagen in Bestandsgebäuden – also nicht im Neubau – im Einzelnen:

  • Basisförderung: 2011 wird beim Umstieg auf eine Solaranlage zur Heizungsunterstützung beziehungsweise für solares Heizen und solare Warmwassererzeugung der Kauf der Solarkollektoren mit 120 Euro pro Quadratmeter unterstützt. Ab 1. Januar 2012 beträgt der Satz nur noch 90 Euro.
  • Kesseltauschbonus: Wer seinen alten Öl- oder Gaskessel abschafft und auf solares Heizen in Kombination mit einer modernen Brennwerttherme setzt, erhält einen Bonus von 600 Euro (ab 2012 nur noch 500 Euro).
  • Regenerativer Kombinationsbonus: Ebenfalls 600 Euro werden gezahlt, wenn alte Öl- oder Gaskessel durch solares Heizen in Kombination mit anderen Erneuerbaren Energien ersetzt werden (ab 2012 noch 500 Euro).

Weitere Informationen: www.solartechnikberater.de sowie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle unter www.bafa.de. (nh)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.