Die Heizkosten eindämmen

+
Lohnt sich: Eine lückenlose Dämmschicht vermeidet Wärmebrücken.

Energie sparen – aber wie? Den meisten Eigentümern von Altbauten dürfte angesichts konstant hoher Preise für Öl und Gas klar sein, dass auf Dauer an einer energetischen Sanierung des Eigenheims kaum ein Weg vorbeiführt.

Download: PDF der Sonderseite "Wohnen und Garten"

Schon um den Wert der Immobilie zu erhalten, beispielsweise für eine Vermietung oder einen späteren Verkauf, ist es wichtig, die laufenden Kosten für Heizwärme dauerhaft zu senken.

Doch wo und wie anfangen? Welche Sanierung bringt den meisten Nutzen, und was ist im Detail dabei zu beachten? Der Laie ist alleine mit diesen Fragen überfordert. „Der erste Weg sollte daher stets zu einem unabhängigen, zertifizierten Energieberater führen, der eine Bestandsaufnahme vornimmt und konkrete Maßnahmen vorschlägt“, empfiehlt Johannes Neisinger vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de.

Dämmen lohnt sich

Doch lohnt sich eine Wärmedämmung für Altbauten überhaupt? Immer wieder werden auch kritische Stimmen zu diesem Thema laut. Dabei zeigt die Erfahrung aus der Praxis: Wer bereits energetisch modernisiert hat, ist hoch zufrieden mit den Vorteilen – und würde die Sanierung auch anderen empfehlen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage, die von der Deutschen Energie-Agentur (dena) gemeinsam mit dem ifeu-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg unter Eigentümern von Effizienzhäusern durchgeführt wurde, die ihre Immobilie selbst nutzen. Der Umfrage zufolge möchten 97 Prozent nie mehr in einem unsanierten Gebäude wohnen, und ganze 98 Prozent empfehlen Freunden ebenfalls eine energetische Sanierung.

Dennoch: Aussagen wie „Rechnet sich nicht“, „kann zu Bränden führen“ oder „fördert die Bildung von Schimmel“ fallen oft im Zusammenhang mit einer Wärmedämmung. Vieles davon gehört ins Reich der Märchen und Mythen, wie die Experten der Deutschen Umwelthilfe feststellen: „Argumente, die längst widerlegt sind, werden wieder und wieder gegen die energetische Gebäudesanierung ins Feld geführt.“ Wichtig zu wissen: Der Gebäudebereich ist für 40 Prozent des Endenergieverbrauchs und für etwa ein Drittel der Kohlendioxidemissionen in Deutschland verantwortlich. Ohne ein umfassendes Sanieren seien die Ziele des Klimaschutzes nicht zu erreichen.

Ist mit einer Wärmedämmung dafür gesorgt, dass nicht mehr länger unnötig kostspielige Heizenergie vergeudet wird, kann auch die Haustechnik auf einen modernen Stand gebracht werden. Allen voran das Heizsystem: Wärmepumpen etwa decken ihren Energiebedarf zu 75 Prozent mit dem, was die Umwelt kostenlos zur Verfügung stellt – im Grundwasser, Boden oder in der Luft. Beispielsweise saugen Luft-/Wasser-Wärmepumpen bis zu minus 20 Grad Celsius kalte Außenluft an und entziehen die darin enthaltene Wärme, um damit heißes Dusch- und Badewasser sowie wohlige Innenraumtemperaturen zu erzeugen.

Die Kraft der Sonne nutzen

Ergänzen lässt sich die Wärme aus der Luft durch die Kraft der Sonne: Sogenannte Solarlüftungen funktionieren nach einem Prinzip, bei dem die Sonne alles liefert, was für ein gutes Raumklima nötig ist. Sobald sie scheint, erwärmt sie die Luft in Solarluftkollektoren. Gleichzeitig nutzt ein integriertes Photovoltaik-Modul das Sonnenlicht, um Strom für einen Ventilator zu erzeugen, der die warme Luft ins Haus transportiert.

Die solare Lüftungstechnik eignet sich auch sehr gut für die Belüftung von alten Häusern –und ist somit ein nützlicher Baustein zur energetischen Sanierung der eigenen vier Wände. (djd)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.