Hitzefrei im eigenen Haus

So bleibt die Wohnung auch im Sommer kühl

Im Sommer kann das eigene zu Hause zur Hitzefalle werden. Oder es entstehen Schäden durch falsches Lüften, ohne dass der Bewohner es merkt: in Kellerräumen treten Schimmelpilze gerade im Sommer besonders häufig auf.

„Viele Menschen kämpfen bei hochsommerlichen Temperaturen teilweise mit echten Problemen in ihren Wohnungen. Das muss nicht sein“, sagt Dirk Fanslau- Görlitz, Regionalbetreuer der Klimaschutz- und Informationskampagne „Haus sanieren – profitieren“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Im ersten Teil der Serie „Wohlfühlen im Haus – Tipps zum Sparen und Selbermachen“ erklärt der Experte, wie Hausbewohner der Hitzewelle den Kampf ansagen können und damit gleichzeitig Schäden am Gebäude vermeiden.

Kühle Luft von draußen? Das gilt im Sommer nur nachts. An heißen Tagen sollten Hausbesitzer die Fenster lieber zulassen und erst die frische Nachtluft nutzen, um die Hitze aus den Häusern zu vertreiben. „Kühlen sich die Temperaturen am Abend ab, heißt es Fenster auf“, so Fanslau-Görlitz. Zum einen komme kühle Luft von außen in die aufgewärmten Zimmer und ermögliche einen ruhigen Schlaf. Zum anderen transportiere der frische „Zug“ durch die Wohnung Feuchtigkeit nach draußen.

Rollos schon morgens runterlassen

Darauf sollten Hauseigentümer mit Keller besonders achten: Wenn sich bei schwülen Temperaturen die Feuchtigkeit staue, entstehe Schimmelgefahr – und die sollten Hausbesitzer dringend vermeiden. Die Fenster könnten an besonders heißen Tagen deshalb auch die ganze Nacht über weit offen stehen. Wichtig sei nur, sie dann am Tag wieder zu schließen.

„Rollos oder Jalousien sollten zum Schutz vor der Sonne schon morgens herunter gelassen werden und den ganzen Tag über unten bleiben. Da hat die Hitze erst gar keine Chance“, rät der Kampagnen-Experte. Die „natürliche Klimaanlage“ Nachtkühle könne so jeden Sommer kostenlos genutzt werden. Auch Wärmequellen wie Lampen, Laptops und Fernseher sollten im Sommer nur eingeschaltet werden, wenn sie tatsächlich gebraucht würden.

Kostenloser Energie-Check

Eine weitere Möglichkeit, das Haus sommerfit zu machen, sei eine energetische Sanierung. Denn Häuser mit einer guten Dämmung seien im Sommer kühler als schlecht oder gar nicht gedämmte Gebäude. Und eine gut eingebaute Lüftungsanlage schaffe auch im heißen Sommer ein angenehmes Wohlfühlklima. „Wer sich dafür interessiert, kann mit dem kostenlosen DBU-Energie-Check herausfinden, ob die Sanierungsmaßnahmen auch energetisch sinnvoll sind“, erklärt Fanslau-Görlitz.

Den Check führen geschulte Handwerker, Architekten und Energieberater direkt vor Ort bei Ein- und Zweifamilienhausbesitzern durch. Weitere Infos finden Hausbesitzer auf der Seite www.sanieren-profitieren.de

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