Gartenwochen HNA-Beet: Abschied nehmen

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Aufmerksam: Jack Russel-Hündin Lina bewacht das HNA-Beet, während ich die toten Primeln zum Kompost bringe.

Rote Primeln blühen nicht länger im Beet

HNA-Beet: Pflänzchen wechsel dich

Tragisch, aber wahr – die Primeln haben es nicht geschafft. Die kämpferischen neuen Knospen waren nur ein letztes Aufbäumen vor dem scheinbar unvermeidlichen Ende der roten Schönheiten. Meine Kollegen trösten mich: Es sei nicht meine Schuld, die Zeit der Primeln sei einfach vorbei, ich solle es übers Herz bringen und mich verabschieden.

So stehe ich nun vor meinem Beet, ziehe wie gewohnt die Handschuhe an und hebele mit der kleinen grünen Schaufel vorsichtig die erste braune Primel aus dem Beet. Fast zu leicht löst sie sich aus dem Boden – ein Zeichen, dass keinerlei Verbindung mehr zum HNA-Beet besteht. Die Stiefmütterchen feiern den neu gewonnenen Platz, als ich die letzte Primel in die Schubkarre werfe. Empathie ist scheinbar nicht ihre Stärke. Auch der Sauerampfer, in dessen Schatten ohnehin schon zwei Primeln zugrunde gegangen sind, nutzt die Gelegenheit und beugt sich noch weiter nach vorne.

Frech, denke ich, und beschließe, den wuchernden Pflanzen zu zeigen, wer der Boss im Beet ist: Morgen gibt es Salat mit Sauerampfer und frischen Kräutern. Trotz aller Trauer möchte aber auch ich die Lücken, die die Primeln hinterlassen haben, nicht ungenutzt lassen. Deshalb säe ich Basilikum und frische Kresse aus. Für Kohlrabi und Radieschen habe ich noch keinen Platz – vielleicht morgen nach der Ernte. (ebi)

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