HNA-Beet: Primeln oder Stiefmütterchen?

Während ich meinen Urlaub in vollen Zügen genieße, bahnt sich in der Redaktion ein Dilemma an: Ein Text, ein Bild und die rätselhafte Frage, welche Blumen denn auf dem Bild zu sehen sind? Die Redaktion entscheidet sich für Stiefmütterchen und liegt prompt daneben.

Zurück im Büro muss ich lachen, denn da steht ein selbstgebackender Entschädigungskuchen für mich bereit und in meinem Email-Postfach finde ich ein wunderbares Gedicht zweier aufmerksamer Leser:

Stiefmütterchen, die es schon lange gibt, sind bei Gartenfreunden sehr beliebt. Sie sagen Ihnen, liebe Dame, mit fröhlich lachendem Gesicht: Stiefmütterchen ist unser Name – Primeln aber sind wir nicht.

Elfi und Rüdiger Kamp

Stimmt. Und weil nicht nur Stiefmütterchen bei Gartenfreunden sehr beliebt sind, sondern auch die hübschen Primeln, finden beide den Weg ins HNA-Beet.

Pflanzarbeit und Vogelgezwitscher

Zuhause angekommen, ziehe ich mir hochmotiviert und auch ein bisschen nervös Gummistiefel und Handschuhe an und belade die Schubkarre mit der Pflanzerde. Ich biege um die Ecke und lade die Säcke vor meinem Beet ab. Mit einem Papiermesser ritze ich den ersten Sack auf und verteile ihn auf der Maulwurfserde. Reicht die Erde? Der zweite und dritte Sack, dann der vierte und fünfte und ja, es passt perfekt. Es ist zwar noch ein kleiner Rand der blauen Plastikplane zu sehen, die das Beet auslegt, aber das macht nichts.

HNA-Logo aus Blumen

Der HNA-Schriftzug soll in die Mitte, also zeichne ich mit den Händen die Buchstaben vor und zähle die Blumen ab. Müsste genau passen. Mit meiner kleinen Schippe steche ich tief in die Erde und grabe Löcher in regelmäßigen Abständen. Eine irritierte Spinne nimmt vor meinem Eifer Reißaus und nutzt ein gerade gegrabenes Loch um sich zu verstecken. Ich befreie die Primeln und Stiefmütterchen von ihren Plastiktöpfen und buddele sie in die vorgesehenen Löcher. Dazu brauch ich nur meine Hände, die Schippe liegt unbeachtet an der Seite.

Tief über das Beet gebeugt, nehme ich fast nichts mehr wahr – nur das Gezwitscher der Vögel im Hintergrund bemerke ich. Nichts stört mein Pflanzen. Es beruhigt und entspannt mich und ich verstehe endlich, was Hobbygärtner meinen, wenn sie sagen „Gartenarbeit ist keine Arbeit.“

Buntes Kräuterbeet

In einer Reihe hinter den Blumen pflanze ich die Kräuter. Das Basilikum wird es hier draußen aber wahrscheinlich nicht schaffen, es soll über Nach noch einmal sehr kalt werden. Ich gebe ihm trotzdem eine Chance. Den Salat pflanze ich links neben die Blumen, die Erdbeeren finden rechts daneben ihren Platz. Ich nehme Abstand und schaue auf das Beet. Schön sieht es aus und ich bin ein bisschen stolz. Jetzt bin ich gespannt, wie alles wächst und gedeiht. Von den Fort- und Rückschritten im HNA-Beet lesen Sie am kommenden Freitag.

Von Eva-Maria Biedenbach

Rubriklistenbild: © Foto: Schaffner

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